Kirchenlieder für die Hochzeit: Welche Lieder passen, wie viele braucht ihr und wann werden sie gesungen? Mit Klassikern, modernen Liedern und Taizé-Gesängen.
Für die kirchliche Trauung braucht ihr meist drei bis sechs Lieder – etwa zur Eröffnung, nach dem Jawort und zum Abschluss, bei einer katholischen Messe mit Eucharistie ein paar mehr. Bewährt sind bekannte Kirchenlieder wie „Lobe den Herren“ oder „Großer Gott, wir loben dich“, moderne Lieder wie „Da berühren sich Himmel und Erde“ und ruhige Taizé-Gesänge. Sprecht die Auswahl immer mit Pfarrer oder Pfarrerin und Organist ab.
Bei der Planung der kirchlichen Trauung stellt sich schnell die Frage, welche Lieder für die Hochzeit in der Kirche geeignet sind. Sollen die Kirchenlieder traditionell oder modern sein? Und was könnt ihr tun, damit der Gottesdienst lebendig wirkt? Die Antworten und viele Liedvorschläge findet ihr in diesem Beitrag.

Anna Mardo Hochzeitsfotografie
Damit eure kirchliche Trauung ein Erlebnis wird, ist die Wahl der Lieder entscheidend. Musik berührt auch Gäste, die selten in die Kirche gehen, und trägt viel zu einer gelungenen Trauung bei. Fragt den zuständigen Pfarrer bzw. die Pfarrerin, welche Lieder in eurer Gemeinde üblich sind. Im Traugespräch besprecht ihr auch den genauen Ablauf des Gottesdienstes – vereinbart den Termin rechtzeitig, spätestens sechs bis acht Wochen vor der Hochzeit. Fragt auch nach einem Gemeindechor oder einer Jugendband, die euch musikalisch begleiten können. Das kommt bei euren Gästen gut an.
Der Ablauf hängt davon ab, ob ihr katholisch oder evangelisch heiratet. In der katholischen Kirche könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr eine Trauung mit Eucharistiefeier (Brautmesse) oder einen Wortgottesdienst feiert. Bei der Messe solltet ihr weitere Lieder einplanen.
In der Regel singt ihr drei bis sechs Lieder. Habt ihr eine Sängerin oder einen Hochzeitssänger gebucht, kann er oder sie den Ein- und Auszug übernehmen und nach der Trauung euren Hochzeitssong singen.

Anna Mardo Hochzeitsfotografie
Damit eure Gäste kräftig mitsingen, wählt ihr am besten Lieder, die viele kennen. Diese Klassiker stehen in den meisten Gesangbüchern:
Neue geistliche Lieder klingen frischer und haben oft eingängige Refrains. Beliebt bei Hochzeiten sind zum Beispiel:
Die kurzen Gesänge aus der Gemeinschaft von Taizé werden mehrmals wiederholt. Das macht sie ideal für Gäste, die das Lied nicht kennen, und für besinnliche Momente nach dem Jawort:
Nicht jedes Lied muss die ganze Gemeinde singen. Für besondere Momente – etwa nach dem Ringtausch oder während der Kommunion – eignen sich Stücke, die eine Sängerin, ein Chor oder eine Band vorträgt:
Popsongs sind nicht in jeder Kirche erlaubt. Fragt daher vorher, ob weltliche Lieder möglich sind – manche Gemeinden erlauben sie nur beim Ein- und Auszug. Weitere Ideen findet ihr in unseren Liedern zur Hochzeit.
Für den Ein- und Auszug spielt der Organist gern den Brautchor aus Richard Wagners Oper „Lohengrin“, das „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke oder den Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Zum Auszug passt der Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn Bartholdy. An manchen Stellen können auch Chor oder Band übernehmen – das wirkt besonders feierlich und rührt eure Gäste zu Tränen. Mehr Tipps zum Einzug in die Kirche findet ihr in einem eigenen Beitrag.
Damit eure Gäste tatkräftig mitsingen können, legt ihr am besten ein Kirchenheft aus. Fragt vorher im Pfarrbüro nach, ob ihr Texte und Noten abdrucken dürft – bei neueren Liedern sind sie oft urheberrechtlich geschützt. Bei Liedern aus dem Gotteslob oder dem Evangelischen Gesangbuch genügt oft die Liednummer, wenn die Gesangbücher in der Kirche ausliegen. Schaut euch auf anderen Hochzeiten um, welche Lieder dort gesungen werden, und fragt Freunde und Familie nach alten Kirchenheften.
Meist drei bis sechs Gemeindelieder. Bei einer katholischen Trauung mit Eucharistiefeier sind es eher mehr, beim Wortgottesdienst und bei der evangelischen Trauung eher weniger. Dazu kommt Musik für Einzug und Auszug.
Klassiker sind „Lobe den Herren“, „Großer Gott, wir loben dich“ und „Nun danket alle Gott“. Unter den modernen Liedern werden „Da berühren sich Himmel und Erde“, „Laudato si“ und „Danke für diesen guten Morgen“ oft gewählt.
Das entscheidet die Gemeinde. Manche Pfarrer erlauben einzelne weltliche Lieder, etwa zum Ein- oder Auszug, andere nicht. Klärt das im Traugespräch.
Ihr als Brautpaar – in Absprache mit Pfarrer oder Pfarrerin und Organist. Sie achten darauf, dass die Lieder zum Ablauf des Gottesdienstes passen.
Lieder, die in beiden Gesangbüchern stehen, zum Beispiel „Lobe den Herren“, „Nun danket alle Gott“ oder „Großer Gott, wir loben dich“.
Fotos: Anna Mardo
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Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026