Echt, ein Profi Fotograf?

Planung / Tipps Sissi von Sissi am 04.12.2023

Natürlich eine Budget Frage: Brauchen wir einen Profi Fotograf auf der Hochzeit oder einen Hobbyfotograf. Antworten findet ihr hier nicht, aber eine Meinung

KI-generiertes Bild / AI generated

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Muss es denn immer ein Profi sein?

Ich weiß, jetzt spreche ich ein Thema an, das mit Sicherheit und Garantie Aufschreie auslösen wird. Wie sooft im Leben gibt es zwei Meinungen zu einem Thema. Hierbei möchte ich kurz das Thema Profi Fotograf auf der Hochzeit oder Hobby Fotograf ansprechen und auf keinen Fall möchte ich irgendwem auf den Schlips treten. Ein Onkel Hubert, der niemals eine Ausbildung gemacht hat und ganz bestimmt viel bessere Fotos macht als aaaaalle anderen professionellen Fotografen dieser Welt oder ein Fotograf, der seit 20Jahren fotografiert, die Lehre in diesem Beruf gemacht hat, immer schon Fotos auf Hochzeiten geschossen hat. Ich kenne sie alle. (Ein Blogpost von der lieben Martina zu diesem Thema und ihrer persönlichen Meinung -> HIER!)

Im Endeffekt geht es oft vielmehr darum, ob man sich selbst angegriffen fühlt, aufgrund dessen ob man nicht das riesen Budget hat und sich deshalb natürlich, logischerweise, keinen 3000€ Fotograf für einen Tag leisten kann. Manchmal geht es auch darum einem Verwandten, der die Leidenschaft Fotografie hat, die Chance zu geben, die Hochzeit festzuhalten und manchmal ist es weder das Budget noch die Verwandtschaft und trotzdem nimmt man einen Laien. Was nun die beste Entscheidung ist kann ich euch nicht sagen! Will ich ehrlich gesagt auch nicht. Worauf ich hinaus will ist folgendes. Heute war ich auf ein Mittagessen bei meiner Schwester und wir sahen uns weitere Bilder ihrer Hochzeit an - die ersten Bilder sind bereits am Blog (HIER!) wer es noch nicht weiß, ich war ihre Trauzeugin (Erfahrungsbericht HIER!) - und diese Fotos waren die, des zweiten Fotografen auf der Hochzeit. Ein Hobbyfotograf. Er ist der Vater eines Freundes und fotografiert leidenschaftlich gerne und bot sich an, auf der Hochzeit einen zweiten Blickwinkel zu fotografieren, einfach weil es ihm Freude macht. Er hatte am Tag der Hochzeit 1 Spiegelreflexkamera mit, 1 Objektiv - that´s it!  Ich hofft jetzt alle auf DAS Wunder - dass ich euch erkläre,  wie wahnsinnig atemberaubend und einzigartig die Fotos sind, und ihr auf keinen Fall Geld für einen professionellen Fotograf auf der Hochzeit ausgeben sollt und der sowieso niemals die Emotionen so einfängt wie ein Laie - Nein! DAS kann ich euch leider nicht sagen. Jetzt kommt das große Aber: Ich finde, in gewissen Situationen konnte der zweite Blickwinkel, das schnelle Reagieren, das "Nicht-auf-alles-aufpassen-und-den-perfekte-Moment-abwarten-dazwischen-noch-eine-Einstellung-machen" wirklich viel noch aus der Hochzeit zusätzlich rausholen und so viele neue Ansichten ermöglichen. Die Bilder sind teilweise chaotisch, manchmal nicht scharf, manchmal auf doppelt, und natürlich nicht nachbearbeitet, aber hey, was solls? Ich finde er hat eine tolle Arbeit abgeliefert und somit meiner Schwester und meinem Schwager eine riesen Freude mit zusätzlichen Bildern bereitet.

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Nach wie vor kann ich euch weder abraten einen Hobbyfotograf für eure Hochzeit zu wählen noch euch dazu ermutigen mehrere tausend Euro in die Hand zu nehmen um wirklich hochqualitative Fotos zu bekommen. Das ist natürlich eine Frage eures Geschmacks, eures Budgets. 

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Wenn ihr wirklich meine ganz persönliche Meinung hören wollt – here we go: Ich würde immer in einen professionellen Fotografen investieren und lieber an anderen Stellen sparen. Nicht, weil’s „so gehört“, sondern weil gute Fotografie einfach eine Kunst ist. Und ich kenne mittlerweile so viele feinfühlige, detailverliebte und richtig großartige Fotograf:innen, die ihr Geld mehr als wert sind.

Denn mal ehrlich: Diese Fotos bleiben. Die schaut ihr euch ein Leben lang an, zeigt sie immer wieder her, hängt sie euch in die Wohnung, blättert an Jahrestagen durchs Album – und plötzlich seid ihr wieder mitten in dem Tag. Ob es am Ende zwei oder drei Sorten Nachspeise gab, ist nett, klar. Aber daran erinnert sich meistens niemand so intensiv wie an diese wahnsinnigen Aufnahmen.

Und noch ein ganz persönlicher Tipp: Am Hochzeitstag selbst hat man oft viel zu wenig Zeit, Lust oder Kraft, stundenlang zu shooten. Deshalb: Macht ein After-Wedding-Shooting. Ganz entspannt, ohne Zeitdruck, nochmal dieses „Wir ziehen uns schön an“-Gefühl, nochmal Zweisamkeit, nochmal Gänsehaut – und ihr könnt euch als Location aussuchen, worauf ihr wirklich Bock habt: See, Hütte, Wald, Berg … whatever! So bekommt ihr nicht nur wunderschöne Bilder, sondern auch ein extra Erlebnis nur für euch zwei.

Zuletzt aktualisiert am 29.01.2026