Klassisches Rezept für die Hochzeitssuppe mit Fleischklößchen und Eierstich, regionale Varianten, Bräuche und die richtige Menge für viele Gäste.
Die Hochzeitssuppe ist eine klare Rinder- oder Hühnerbrühe mit Einlagen wie Fleischklößchen, Eierstich, Markklößchen, Nudeln oder Spargel und wird traditionell als erster Gang des Hochzeitsmenüs serviert. Der Brauch ist vor allem in Süddeutschland und Österreich verbreitet und reicht bis ins Mittelalter zurück. Unten findet ihr ein klassisches Rezept für die Hochzeitssuppe.
Was wäre eine Hochzeit ohne Hochzeitssuppe? Die kräftige Brühe ist die Grundlage für eine ausgiebige Feier und Schlemmerei – und hat sich zu einem Klassiker der Hochzeitsküche entwickelt. Hier erfahrt ihr, woher die Tradition kommt, welche Bräuche dazugehören und wie ihr die Suppe selbst kocht.
Die Tradition der Hochzeitssuppe reicht bis ins Mittelalter zurück. Damals wurde für Hochzeiten viel Vieh geschlachtet und möglichst üppig aufgetischt, um alle Gäste reichlich zu bewirten und als großzügig und wohlhabend zu gelten. Das trieb so manche Familie an den Rand des Ruins. Um das Ausufern der Hochzeitsgelage zu verhindern, wurden Vorschriften erlassen, die etwa die Zahl der Gänge, der Speisen und der Gäste begrenzten. Die Gastgeber umgingen sie mit einer besonders reichhaltigen Vorsuppe. Einer schwäbischen Legende nach soll ein einfallsreicher Koch auf diese Idee gekommen sein.
Die Suppe am Hochzeitstag ist vor allem ein Brauch im deutschsprachigen Raum, aber auch auf Sardinien wird am Tag der Hochzeit gemeinsam Suppe gelöffelt. Früher war die Brautsuppe fester Bestandteil jedes Hochzeitsmahls. Ähnlich wie beim gemeinsamen Anschneiden der Hochzeitstorte gibt es dazu einige Hochzeitsbräuche:

Herzflimmern
Eine gute Fleischbrühe ist das A und O jeder Hochzeitssuppe. Dieses Rezept reicht für 6 bis 8 Personen als Vorspeise.
Tipp: Die Brühe schmeckt am nächsten Tag oft noch besser und lässt sich gut vorbereiten oder einfrieren.
Als Vorspeise rechnet ihr mit etwa 250 bis 300 Millilitern pro Person. Bei 100 Gästen sind das also 25 bis 30 Liter Suppe. Die Brühe lässt sich gut am Vortag kochen, die Einlagen bereitet ihr getrennt vor und gebt sie erst kurz vor dem Servieren in die heiße Brühe. Bei einer großen Hochzeit übernimmt das natürlich meist das Catering der Location. Für später am Abend gibt es übrigens schöne Ideen für den Mitternachtssnack, und für Naschkatzen einen Sweet Table mit Mini-Cheesecakes.
Eine klare Rinder- oder Hühnerbrühe mit Einlagen wie Fleischklößchen, Eierstich, Markklößchen, Nudeln und Gemüse, zum Beispiel Spargel oder Karotten.
Der Brauch stammt aus dem Mittelalter: Weil Festordnungen die Zahl der Gänge begrenzten, servierten Gastgeber eine besonders reichhaltige Vorsuppe. Außerdem gilt die kräftige Brühe als gute Grundlage für eine lange Feier.
Als Vorspeise etwa 250 bis 300 Milliliter pro Gast.
Ja. Die Brühe lässt sich ein bis zwei Tage vorher kochen oder einfrieren. Klößchen und Eierstich bereitet ihr getrennt zu und gebt sie erst zum Schluss in die heiße Brühe.
Ja – mit kräftiger Gemüsebrühe, Eierstich, Grießklößchen, Nudeln und frischem Gemüse.
Fotos: Herzflimmern

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Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026