Was ist eine Agape? Bedeutung, Ablauf, Ort, Essen und Getränke, Einladungstexte und Kosten – so feiert ihr direkt nach der Trauung mit allen Gästen.
Eine Agape ist ein kleiner Empfang direkt nach der Trauung, zu dem alle Gäste der Zeremonie eingeladen sind – auch jene, die später nicht zur Hochzeitsfeier kommen. Meist gibt es vor der Kirche oder dem Standesamt Sekt, Saft, Wasser und Fingerfood, dazu Zeit für Glückwünsche an das Brautpaar. Der Brauch ist vor allem in Österreich und Süddeutschland verbreitet und dauert in der Regel etwa eine Stunde.
Am liebsten würdet ihr alle einladen: Großeltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde, die netten Nachbarn, die Kosmetikerin, mit der ihr längst per Du seid … Beim Nachzählen landet ihr bei 200 Leuten – und das geben weder Location noch Budget her. Die Lösung: eine Agape. Hier erfahrt ihr, was hinter dem Begriff steckt, wie sie abläuft und was ihr anbieten könnt.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen: Agape bedeutet Liebe, und zwar jene Form, die tatkräftig etwas für andere tut – die selbstlose, geschwisterliche Liebe aus dem Neuen Testament. Im frühen Christentum war es üblich, nach dem Gottesdienst gemeinsam zu essen und sich am Zusammensein zu freuen. Dieses gemeinsame Mahl hieß Agape oder Liebesmahl.
In Österreich und Süddeutschland lebt der Begriff bis heute weiter: Nach Gottesdiensten, Taufen oder Hochzeiten lädt man zur Agape, einem kleinen Umtrunk mit Brot, Wein, Saft oder Sekt. Auf die Hochzeit übertragen ist die Agape also ein geselliges Beisammensein direkt nach der Trauung – mit allen, die mit euch gefeiert haben.
Beides ist ein Empfang mit Getränken und Häppchen, der Unterschied liegt vor allem in Ort und Gästen. Die Agape findet direkt bei Kirche oder Standesamt statt und steht allen offen, die bei der Trauung dabei waren. Der klassische Sektempfang ist dagegen meist der Auftakt der Hochzeitsfeier in der Location – nur für die geladenen Hochzeitsgäste. Viele Paare kombinieren beides: erst die Agape für alle, dann den Sektempfang für die Festgesellschaft.

Herzflimmern
Einen festen Ablauf gibt es nicht, jedes Brautpaar gestaltet die Agape nach seinen Wünschen. Fest steht nur der Zeitpunkt: direkt nach der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung. Typisch ist dieser Ablauf:
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In direkter Nähe zur Trauung: Bei schönem Wetter bieten sich der Kirchenvorplatz oder der Pfarrgarten an, bei schlechtem Wetter ein Pfarrsaal, ein Gemeindesaal oder ein Nebenzimmer des Standesamts. Fragt rechtzeitig bei Pfarre oder Standesamt nach, was erlaubt ist – manchmal braucht es für öffentliche Plätze eine Genehmigung der Gemeinde.
Gebt die Organisation an eine vertrauenswürdige Person ab, denn ihr als Brautpaar habt an diesem Tag genug im Kopf. Oft übernehmen Familie, Nachbarn, Freunde oder in ländlichen Gegenden auch Vereine den Aufbau und die Ausschank. Gebraucht werden ein paar Tische für Getränke und Häppchen, Stehtische mit schönen Hussen, einige Stühle für ältere Gäste sowie eine kleine Blumendeko passend zu eurem Hochzeitsthema. Stehtische, Hussen und Gläser bekommt ihr bei einem Hochzeitsverleih.
Wichtig: Gebt die Dauer der Agape schon in der Einladung oder spätestens bei der Trauung bekannt. So wissen alle Bescheid und es entstehen keine peinlichen Situationen, wenn die Festgesellschaft weiterzieht.

Herzflimmern
Da die Tische nicht eingedeckt sind und alle stehen, eignen sich kleine Häppchen, die man aus der Hand essen kann. Beliebt sind:
Als Faustregel für eine Agape von etwa einer Stunde gilt: rund zwei Gläser pro Gast und drei bis fünf Häppchen pro Person. Eine Flasche Sekt reicht für etwa sechs bis sieben Gläser. Wie viele Flaschen ihr genau braucht, rechnen wir im Beitrag Sektempfang: Wie viele Flaschen braucht man? vor. Süßes bekommt ihr auch bei einer Patisserie in eurer Nähe.
Die Einladung zur Agape steht meist auf der Hochzeitseinladung oder auf einer eigenen Karte für alle Gäste der Trauung. So könnt ihr sie formulieren:
Die Kosten hängen vor allem von der Gästezahl und dem Angebot ab. Größter Posten sind Getränke und Häppchen, dazu kommen eventuell Miete für Stehtische, Gläser und Hussen. Wer Sekt und Säfte selbst einkauft und Familie oder Freunde um Brötchen und Kuchen bittet, hält die Kosten niedrig. Eine Agape ist damit meist deutlich günstiger, als alle Gäste zur Hochzeitsfeier einzuladen.
Ein kleiner Empfang direkt nach der Trauung, meist vor der Kirche oder dem Standesamt. Alle Gäste der Trauung stoßen mit dem Brautpaar an und gratulieren.
Alle, die bei der Trauung dabei sind – auch Bekannte, Nachbarn oder Kollegen, die nicht zur anschließenden Hochzeitsfeier eingeladen sind.
Meist 30 bis 60 Minuten. Danach geht es für das Brautpaar zum Fotoshooting oder zur Hochzeitsfeier.
In der Regel das Brautpaar. Oft helfen Familie, Nachbarn oder Vereine bei Organisation, Ausschank und Häppchen.
Die Agape findet direkt nach der Trauung bei Kirche oder Standesamt statt und ist offen für alle Gäste der Trauung. Der Sektempfang ist meist der Auftakt der Feier in der Location – nur für die geladenen Hochzeitsgäste.
Fotos: Herzflimmern

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Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026