Anmeldung zur Eheschließung: wann ihr frühestens zum Standesamt geht, welche Unterlagen ihr in Deutschland und Österreich braucht, was es kostet – plus Tipps für Schloss Mirabell.
Die Anmeldung zur Eheschließung macht ihr in Deutschland frühestens sechs Monate vor der Hochzeit beim Standesamt eures Wohnorts – denn sie gilt nur ein halbes Jahr. In Österreich heißt der Termin „Ermittlung der Ehefähigkeit“ und ist ebenfalls höchstens sechs Monate gültig. Mitbringen müsst ihr vor allem Ausweis, Geburtsurkunde bzw. Geburtenregisterauszug und je nach Land eine Meldebescheinigung oder einen Staatsbürgerschaftsnachweis. Die Gebühren liegen meist bei rund 40 bis 75 Euro.
Gute Frage. Antwort: sechs Monate davor.
Blogpost zu Ende.
Nein, Spaß!
Die Anmeldung zur Eheschließung ist nur ein halbes Jahr gültig. Deshalb könnt ihr sie frühestens am Stichtag sechs Monate vor der Hochzeit machen. Wollt ihr zum Beispiel am 1. Juni heiraten, geht ihr frühestens am 1. Dezember zum Standesamt. Manche Standesämter lassen euch euren Wunschtermin aber schon vorher reservieren – in Salzburg etwa per Online-Formular. Ist euch das Datum nicht so wichtig, könnt ihr auch kurzfristiger hingehen und fragen, was noch frei ist. Wer seinen Termin aber wirklich haben will, sollte sich rechtzeitig darum kümmern.

Bianca and Lukas
Wichtig ist das vor allem, wenn ihr an besonderen Tagen heiraten wollt. Fällt der 7.7. zum Beispiel auf einen Samstag, dann rennt um euer Leben – solche Termine gehen weg wie warme Semmeln, und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Es soll schon Bräute gegeben haben, die für den 7.7.2007 vor Standesämtern gezeltet haben, damit sie ihren Wunschtermin wirklich bekommen. Crazy!
Standesämter sind manchmal eigenartig: Viele trauen nur unter der Woche tagsüber oder am Samstagvormittag. Natürlich wollen die meisten nicht an einem Dienstag heiraten, weil dann alle Gäste freinehmen müssen. Also sind die Samstage bei beliebten Standesämtern eine Art Massenabfertigung – wie zum Beispiel im wunderschönen Schloss Mirabell in Salzburg. Es gilt angeblich als eines der schönsten Standesämter der Welt, und für meine Augen ist es das auch. Nicht nur, weil ich in Salzburg lebe.
Seid also schnell, wenn ihr an einem Samstag oder an einem besonderen Datum heiraten wollt. In Salzburg könnt ihr euren Wunschtermin übrigens online reservieren und bestätigt ihn anschließend beim Standesamt.
In Österreich prüft das Standesamt bei der „Ermittlung der Ehefähigkeit“ in einem persönlichen Gespräch, ob ihr heiraten dürft. Österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die ledig sind, brauchen in der Regel:
Habt ihr gemeinsame Kinder, kommen deren Geburtsurkunden und gegebenenfalls Vaterschaftsanerkenntnisse dazu. Wart ihr schon einmal verheiratet, braucht ihr die Heiratsurkunde und den Nachweis über die Scheidung. Das Ergebnis ist höchstens sechs Monate gültig, eine Mindestfrist bis zur Trauung gibt es nicht mehr.
In Deutschland meldet ihr die Eheschließung beim Standesamt an, in dessen Bezirk eine oder einer von euch wohnt. Deutsche Staatsangehörige, die noch nie verheiratet waren, brauchen meist:
Weitere Papiere sind nur in besonderen Fällen nötig, etwa nach einer früheren Ehe, bei gemeinsamen Kindern, einer Einbürgerung oder einer Geburt im Ausland. Viele Standesämter bieten eine Online-Voranmeldung an – das persönliche Gespräch ersetzt sie aber meist nicht.
In Deutschland kostet die Anmeldung je nach Stadt meist ab etwa 40 bis rund 60 Euro, bei Auslandsbezug mehr. In Österreich fallen für die Ermittlung der Ehefähigkeit 74 Euro an, für ausländische Dokumente 193 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Trauung selbst – etwa eine Bundesverwaltungsabgabe von 5,45 Euro während der Amtsstunden, 10,90 Euro außerhalb der Amtsstunden und 54,50 Euro für eine Trauung außerhalb des Amtes – sowie Gebühren der Gemeinde für besondere Trauorte und Extras wie Musik. Für eine Trauung im Marmorsaal des Schlosses Mirabell fragt ihr die aktuellen Tarife am besten direkt beim Standesamt Salzburg an.

Anna Mardo Hochzeitsfotografie
Nein. Ihr dürft aber gern einen oder zwei Trauzeugen auswählen, die eure Eheschließung bezeugen und mit unterschreiben. In Salzburg etwa müssen sie mindestens 18 Jahre alt sein, die Sprache der Trauung verstehen und einen Lichtbildausweis mitbringen. Verpflichtet seid ihr dazu nicht.
Alles Weitere rund um den großen Tag im Standesamt lest ihr im Beitrag zur standesamtlichen Trauung. Plant ihr zusätzlich eine kirchliche Hochzeit, hilft euch die Übersicht Welche Papiere brauche ich für die kirchliche Trauung?
Frühestens sechs Monate vor der Trauung, weil die Anmeldung nur ein halbes Jahr gültig ist. Beliebte Termine solltet ihr so früh wie möglich reservieren.
In Deutschland beim Standesamt eures Haupt- oder Nebenwohnsitzes, in Österreich bei einem Standesamt. Heiraten könnt ihr anschließend auch in einem anderen Standesamt.
In der Regel ja. Ist eine Person verhindert, ist das meist nur mit einer schriftlichen Vollmacht bzw. Erklärung möglich.
In Deutschland meist ab etwa 40 bis rund 60 Euro, in Österreich 74 Euro für die Ermittlung der Ehefähigkeit – plus Gebühren für die Trauung.
Das Aufgebot war früher der öffentliche Aushang der geplanten Ehe. Heute spricht man in Deutschland von der Anmeldung zur Eheschließung, in Österreich von der Ermittlung der Ehefähigkeit – umgangssprachlich heißt beides aber oft noch „Aufgebot bestellen“.
Fotos aus einem unserer Styled Shoots mit Anna Mardo Hochzeitsfotografie sowie von Bianca Marie Fotografie

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Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026