Anmeldung zur Eheschließung am Standesamt: Wann, Unterlagen & Kosten

Planung / TippsJohannvon Johann am 02.11.2026

Anmeldung zur Eheschließung: wann ihr frühestens zum Standesamt geht, welche Unterlagen ihr in Deutschland und Österreich braucht, was es kostet – plus Tipps für Schloss Mirabell.

Anna Mardo Hochzeitsfotografie

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Die Anmeldung zur Eheschließung macht ihr in Deutschland frühestens sechs Monate vor der Hochzeit beim Standesamt eures Wohnorts – denn sie gilt nur ein halbes Jahr. In Österreich heißt der Termin „Ermittlung der Ehefähigkeit“ und ist ebenfalls höchstens sechs Monate gültig. Mitbringen müsst ihr vor allem Ausweis, Geburtsurkunde bzw. Geburtenregisterauszug und je nach Land eine Meldebescheinigung oder einen Staatsbürgerschaftsnachweis. Die Gebühren liegen meist bei rund 40 bis 75 Euro.

Anmeldung zur Eheschließung auf einen Blick

  • Wann: frühestens sechs Monate vor der Trauung – Wunschtermine lassen sich bei manchen Standesämtern schon früher reservieren
  • Wo: in Deutschland beim Standesamt eures Wohnorts, in Österreich bei einem Standesamt – heiraten könnt ihr dann auch woanders
  • Wer: in der Regel beide gemeinsam und persönlich
  • Unterlagen Deutschland: Ausweis, beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister, ggf. erweiterte Meldebescheinigung
  • Unterlagen Österreich: Lichtbildausweis, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Kosten: in Deutschland ab etwa 40 Euro, in Österreich 74 Euro für die Ermittlung der Ehefähigkeit

Wann macht man die Anmeldung zur Hochzeit am Standesamt?

Gute Frage. Antwort: sechs Monate davor.

Blogpost zu Ende.

Nein, Spaß!

Die Anmeldung zur Eheschließung ist nur ein halbes Jahr gültig. Deshalb könnt ihr sie frühestens am Stichtag sechs Monate vor der Hochzeit machen. Wollt ihr zum Beispiel am 1. Juni heiraten, geht ihr frühestens am 1. Dezember zum Standesamt. Manche Standesämter lassen euch euren Wunschtermin aber schon vorher reservieren – in Salzburg etwa per Online-Formular. Ist euch das Datum nicht so wichtig, könnt ihr auch kurzfristiger hingehen und fragen, was noch frei ist. Wer seinen Termin aber wirklich haben will, sollte sich rechtzeitig darum kümmern.

Lachendes Brautpaar in den Bergen, Schwarz-Weiß-Foto

Bianca and Lukas

Besondere Daten: Schnell sein lohnt sich

Wichtig ist das vor allem, wenn ihr an besonderen Tagen heiraten wollt. Fällt der 7.7. zum Beispiel auf einen Samstag, dann rennt um euer Leben – solche Termine gehen weg wie warme Semmeln, und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Es soll schon Bräute gegeben haben, die für den 7.7.2007 vor Standesämtern gezeltet haben, damit sie ihren Wunschtermin wirklich bekommen. Crazy!

Zu welcher Uhrzeit kann man am Standesamt heiraten?

Standesämter sind manchmal eigenartig: Viele trauen nur unter der Woche tagsüber oder am Samstagvormittag. Natürlich wollen die meisten nicht an einem Dienstag heiraten, weil dann alle Gäste freinehmen müssen. Also sind die Samstage bei beliebten Standesämtern eine Art Massenabfertigung – wie zum Beispiel im wunderschönen Schloss Mirabell in Salzburg. Es gilt angeblich als eines der schönsten Standesämter der Welt, und für meine Augen ist es das auch. Nicht nur, weil ich in Salzburg lebe.

Seid also schnell, wenn ihr an einem Samstag oder an einem besonderen Datum heiraten wollt. In Salzburg könnt ihr euren Wunschtermin übrigens online reservieren und bestätigt ihn anschließend beim Standesamt.

Ablauf der Anmeldung zur Eheschließung

  • Aufnahme der Personaldaten und Prüfung der Unterlagen
  • Festlegung der künftigen Namensführung
  • Besprechung des Trauungsablaufs
  • Bezahlen der Gebühren

Welche Unterlagen braucht ihr in Österreich?

In Österreich prüft das Standesamt bei der „Ermittlung der Ehefähigkeit“ in einem persönlichen Gespräch, ob ihr heiraten dürft. Österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die ledig sind, brauchen in der Regel:

  • einen amtlichen Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis)
  • die Geburtsurkunde
  • einen Staatsbürgerschaftsnachweis, sofern ihr nicht im Zentralen Staatsbürgerschaftsregister erfasst seid
  • einen Nachweis des Hauptwohnsitzes, wenn er im Ausland liegt
  • gegebenenfalls Nachweise akademischer Grade

Habt ihr gemeinsame Kinder, kommen deren Geburtsurkunden und gegebenenfalls Vaterschaftsanerkenntnisse dazu. Wart ihr schon einmal verheiratet, braucht ihr die Heiratsurkunde und den Nachweis über die Scheidung. Das Ergebnis ist höchstens sechs Monate gültig, eine Mindestfrist bis zur Trauung gibt es nicht mehr.

Welche Unterlagen braucht ihr in Deutschland?

In Deutschland meldet ihr die Eheschließung beim Standesamt an, in dessen Bezirk eine oder einer von euch wohnt. Deutsche Staatsangehörige, die noch nie verheiratet waren, brauchen meist:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister vom Standesamt eures Geburtsorts – nicht älter als sechs Monate
  • eine erweiterte Meldebescheinigung bzw. Aufenthaltsbescheinigung, falls euer Standesamt sie nicht selbst abrufen kann

Weitere Papiere sind nur in besonderen Fällen nötig, etwa nach einer früheren Ehe, bei gemeinsamen Kindern, einer Einbürgerung oder einer Geburt im Ausland. Viele Standesämter bieten eine Online-Voranmeldung an – das persönliche Gespräch ersetzt sie aber meist nicht.

Was kostet die Anmeldung zur Eheschließung?

In Deutschland kostet die Anmeldung je nach Stadt meist ab etwa 40 bis rund 60 Euro, bei Auslandsbezug mehr. In Österreich fallen für die Ermittlung der Ehefähigkeit 74 Euro an, für ausländische Dokumente 193 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Trauung selbst – etwa eine Bundesverwaltungsabgabe von 5,45 Euro während der Amtsstunden, 10,90 Euro außerhalb der Amtsstunden und 54,50 Euro für eine Trauung außerhalb des Amtes – sowie Gebühren der Gemeinde für besondere Trauorte und Extras wie Musik. Für eine Trauung im Marmorsaal des Schlosses Mirabell fragt ihr die aktuellen Tarife am besten direkt beim Standesamt Salzburg an.

Schild am Marmorsaal im Schloss Mirabell in Salzburg

Anna Mardo Hochzeitsfotografie

Brauche ich Trauzeugen für die standesamtliche Trauung?

Nein. Ihr dürft aber gern einen oder zwei Trauzeugen auswählen, die eure Eheschließung bezeugen und mit unterschreiben. In Salzburg etwa müssen sie mindestens 18 Jahre alt sein, die Sprache der Trauung verstehen und einen Lichtbildausweis mitbringen. Verpflichtet seid ihr dazu nicht.

Heiraten im Schloss Mirabell: Das solltet ihr wissen

  • Ort: Die Trauungen finden im Marmorsaal des Schlosses Mirabell statt, Mirabellplatz 4 in Salzburg.
  • Pünktlich sein: Laut Hinweisblatt der Stadt meldet ihr euch am Hochzeitstag mindestens 20 Minuten vorher im Standesamt.
  • Kein Reis, keine Blütenblätter: Reis, Blütenblätter und Konfetti sind im Schloss nicht erlaubt.
  • Sektempfang im Garten: Ein Stehempfang ist im Zwergerlgarten möglich, zeitlich begrenzt und nach Absprache mit der Gartenverwaltung.
  • Musik: Orgel- oder Klaviermusik – der große Flügel mitten im Saal ist ein Traum – könnt ihr gegen Aufpreis dazubuchen.

Alles Weitere rund um den großen Tag im Standesamt lest ihr im Beitrag zur standesamtlichen Trauung. Plant ihr zusätzlich eine kirchliche Hochzeit, hilft euch die Übersicht Welche Papiere brauche ich für die kirchliche Trauung?

Häufige Fragen zur Anmeldung zur Eheschließung

Wie lange vorher muss man sich beim Standesamt anmelden?

Frühestens sechs Monate vor der Trauung, weil die Anmeldung nur ein halbes Jahr gültig ist. Beliebte Termine solltet ihr so früh wie möglich reservieren.

Wo meldet man die Eheschließung an?

In Deutschland beim Standesamt eures Haupt- oder Nebenwohnsitzes, in Österreich bei einem Standesamt. Heiraten könnt ihr anschließend auch in einem anderen Standesamt.

Müssen beide Partner zur Anmeldung kommen?

In der Regel ja. Ist eine Person verhindert, ist das meist nur mit einer schriftlichen Vollmacht bzw. Erklärung möglich.

Was kostet die Anmeldung zur Hochzeit?

In Deutschland meist ab etwa 40 bis rund 60 Euro, in Österreich 74 Euro für die Ermittlung der Ehefähigkeit – plus Gebühren für die Trauung.

Was ist der Unterschied zwischen Anmeldung und Aufgebot?

Das Aufgebot war früher der öffentliche Aushang der geplanten Ehe. Heute spricht man in Deutschland von der Anmeldung zur Eheschließung, in Österreich von der Ermittlung der Ehefähigkeit – umgangssprachlich heißt beides aber oft noch „Aufgebot bestellen“.

Fotos aus einem unserer Styled Shoots mit Anna Mardo Hochzeitsfotografie sowie von Bianca Marie Fotografie

Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026