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Standesamtliche Trauung von Giusi

JuliaBasmannPhotography Standesamt Jetzt wirds ernst

Erfahrungsbericht - Standesamtliche Trauung

Der erste Streich

Eins muss ich sagen, die standesamtliche Trauung wird, wenn man sich auch kirchlich oder frei trauen lässt, eher nebensächlich betrachtet. Ich muss zugeben, dass mir der Termin schon sehr wichtig war, da wir an unserem Jahrestag getraut werden sollten – ein wenig Individualität war mir auch wichtig, aber viel mehr habe ich nicht darüber nachgedacht. Mein Mann und ich haben uns darauf geeinigt, dass ich den Termin der standesamtlichen und er den Termin der kirchlichen Trauung auswählen darf.

Als wir unsere Terminzusage erhalten haben, war das Thema standesamtliche Trauung eher schnell abgehakt. Alles drehte sich nur noch um die kirchliche Trauung. Drei Wochen davor wurden wir dann auch von der Familie gefragt, was wir für diesen Tag planen, einfach aus Interesse und Neugier. Da wurde uns auch bewusst, dass wir dann den ersten Schritt überhaupt gegangen sein werden und damit auch ein Ehepaar sein werden. Das musste gefeiert werden. Wir haben dann beschlossen, dass wir mit unseren Familien und den Trauzeugen essen gehen und noch ein wenig gemeinsam feiern. Plötzlich musste ganz schnell ein Menü her, Getränke festgelegt werden, eine Torte musste her und natürlich auch ein Cake Topper. Wir haben in der Kürze der Zeit schnell alles wunderbar hinbekommen. image3

Ein paar Tage vor dem 25. Juli 2015 wurde ich unsicher. Ich hatte mich für ein marineblaues kurzes Kleid mit weißen Streifen entschieden, es war ärmellos und ich habe mir keine Gedanken über einen Blazer, eine Jacke, eine Stola oder sonstiges, was ich über die Schultern werfen könnte, gemacht. An diesem Morgen war es frisch, ich hatte aber keine Zeit mir Gedanken über das Wetter zu machen, ich freute mich auf das „Aufhübschen“ von meiner Zauberfee, die mir auch die bereits geprobte Frisur gemacht hat. Mein Mann stand natürlich nach mir auf, lief dann aber hin und her und ich merkte ihm die Aufregung an. Als ich picobello fertig da stand, fiel mir ein, dass ich doch eventuell eine Jacke benötigen würde. Also stellte ich mich hin und bügelte meinen Trenchcoat auf - so schnell kann es gehen und die Lösung steht vor der Tür - mein Mann war noch in sein Styling vertieft. Als wir ins Auto eingestiegen sind, fiel mir dann ein, dass wir die Kamera oben liegen gelassen haben, ich doch noch ein Tuch brauchen würde und ein Regenschirm ja auch von Vorteil sein würde. Die Kamera hat mein Mann schnell noch geholt, man muss ja Prioritäten setzen.

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Die erwartete eher trockene Ansprache war dann doch bewegend und individuell gestaltet worden, da sich die Standesbeamtin mit unserer Beziehung beschäftigt hatte. Bezüglich der standesamtlichen Trauung hatte ich mich nämlich mit unserer Standesbeamtin in Verbindung gesetzt und nachgefragt, inwieweit wir noch Informationen zu uns als Paar mitteilen sollten. Aufgrund der Menge an Trauungen an dem Tag, musste sie uns darauf hinweisen, dass auf Individualität verzichtet werden müsste. Ich habe meine Enttäuschung nicht verbergen können, so dass die herzliche Dame uns darum bat, dass wir ihr ein paar Worte zu uns als Paar und den Antrag zukommen lassen sollten. Ich hatte es nicht erwartet, aber der Engel von Standesbeamtin hat sich die Mühe gemacht und hat ihre Ansprache individuell auf uns abgestimmt und uns damit eine wundervolle Freude bereitet. Unsere standesamtliche Trauung war einfach wundervoll.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir uns noch ein wenig Gedanken über die standesamtliche Trauung gemacht haben, uns doch noch dafür entschieden haben, mit unserem Familien zu feiern und diesen Tag als einen ganz besonderen Tag in Erinnerung zu behalten, selbst wenn wir drei Wochen später kirchlich geheiratet haben.

Es war ja zunächst einmal der erste Streich, der Zweite, der folgt demnächst….

Fotos: privat

Beitragsbild: Julia Basmann Photography 

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