Spiegelschilder für die Hochzeit selber machen: Spiegel oder Acrylplatte, die passenden Stifte, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Textideen fürs Willkommensschild und Tipps zum Aufstellen.
Ein Willkommensschild aus Spiegel oder Acryl könnt ihr ganz einfach selbst gestalten: Ihr braucht eine verspiegelte Acrylplatte oder einen Spiegel, einen flüssigen Kreidemarker oder einen Lackmarker in Weiß oder Gold und eine Schriftvorlage. Verspiegeltes Acryl ist leicht und bruchsicher, Kreidemarker lassen sich mit einem feuchten Tuch korrigieren und nach der Hochzeit wieder abwischen. Mit etwas Übung gelingt die Schrift sogar frei Hand.
Heute habe ich eine Bastelidee für alle Bastelwütigen unter euch Brautpaaren und Trauzeugen: Schilder aus Kunststoffplatten in Spiegeloptik.
Wer schon mal auf Pinterest nach Ideen für die Hochzeit gesucht hat, ist mit Sicherheit auch schon über Schilder gestolpert: Willkommensschilder, „Here comes the bride“-Schilder oder Wegweiser. „Hier lang zur Hochzeit“, „Hier lang zum Ja-Wort“ oder ähnliche Schriftzüge zieren Spiegel oder Holzschilder.
Besonders verliebt habe ich mich in Spiegelschilder. Aus einem einfachen Grund: Sie passen zu fast jedem Motto und jedem Stil, und die Schrift lässt sich an eure Papeterie und euren Geschmack anpassen. Ein Holzschild schränkt einen nämlich sehr auf Vintage ein, finde ich. Ein Spiegel nicht. Wie elegant ein alter Spiegel mit Goldrahmen als Willkommensschild wirkt, seht ihr bei der Hochzeit von Antonia und Lukas in Osttirol. Wer lieber mit Holz arbeitet, findet Ideen und eine Anleitung bei den Hochzeitsschildern und Wegweisern aus Holz.
Für meine Schilder habe ich zwei Kunststoffplatten in Spiegeloptik verwendet: eine in Bronze- bzw. Kupferoptik, ungefähr in A5, und eine in klassischer Spiegeloptik in A3. Die Kunststoffplatten haben den Vorteil, dass sie mega leicht sind, der Versand unkompliziert ist und sie kaum kaputtgehen können. Beim Spiegel hat man ja immer Transportängste.
Ein echter Spiegel aus Glas wirkt dafür besonders edel, vor allem in einem verschnörkelten Rahmen vom Flohmarkt oder aus Omas Keller. Er ist allerdings schwer und zerbrechlich, plant also eine stabile Staffelei und einen sicheren Transport ein. Verspiegelte Acrylplatten gibt es in Silber, Gold, Bronze, Kupfer oder Roségold, in Standardgrößen oder auf Maß zugeschnitten. Die Schutzfolie zieht ihr erst kurz vor dem Beschriften ab, denn Acryl verkratzt leichter als Glas.
Wer es modern und schlicht mag, nimmt eine klare Acrylglasplatte. Hier legt ihr die ausgedruckte Vorlage einfach darunter und zieht die Schrift nach. Wie Acrylglas auf dem Tisch wirkt, lest ihr bei den Menü- und Tischkarten aus Acrylglas.
Da ich Lehrerin bin, habe ich immer einen flüssigen Kreidestift zu Hause, und ich musste sofort daran denken, ihn für die Schilder zu verwenden. Natürlich könnt ihr auch andere Stifte nehmen, die auf glatten Flächen halten. Ich finde den flüssigen Kreidestift aber mega einfach in der Handhabung und total schön. Außerdem geht er sehr leicht ab, wenn man sich verschreibt, und verschmiert kaum, wenn er einmal getrocknet ist.
Testet jeden Stift vorher an einer Ecke oder auf der Rückseite der Platte.

privat
Ich habe auf Pinterest geschaut, welche Schriftzüge gerade total schön sind und was ich auf die Schilder schreiben könnte, zwei tolle Vorlagen gefunden und sie einfach frei Hand nachgezeichnet. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Was meint ihr? So geht ihr Schritt für Schritt vor:

privat
Ein Spiegel als Willkommensschild am Eingang ist der Klassiker, aber die Idee funktioniert noch an vielen anderen Stellen:

Julia Ryaz
Am einfachsten mit einem flüssigen Kreidemarker, er deckt gut und lässt sich wieder abwischen. Für eine dauerhafte Beschriftung eignen sich Lack- oder Acrylmarker.
Kreidemarker entfernt ihr mit einem feuchten Tuch. Lackmarker gehen deutlich schwerer ab. Bei Acryl solltet ihr keine Lösungsmittel wie Nagellackentferner verwenden, sie greifen den Kunststoff an.
Am Eingang mindestens A2, besser 50 × 70 Zentimeter oder größer, damit eure Gäste es gut lesen können.
Ja, mit etwas Übung gelingt das frei Hand. Übt den Schriftzug vorher auf Papier, schreibt zuerst die großen Wörter und orientiert euch an einer Hilfslinie aus Kreide.
Fotos: privat (DIY-Schilder), Julia Ryaz, Julia Eileen (Beitragsbild)
Dieser Beitrag entstand 2017 in Kooperation mit kunststoffplattenonline.de, die Acrylplatten wurden mir zur Verfügung gestellt.
Transparenzhinweis: mit KI überarbeitet und korrigiert

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Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026