Boho- und Hippie-Hochzeit: was den Stil ausmacht, welche Brautkleider und Frisuren passen, Deko-Ideen mit Wildblumen und Makramee, Outfits für Bräutigam und Gäste, Location und Essen.
Eine Boho- oder Hippie-Hochzeit ist eine lockere, naturverbundene Hochzeit ohne strenge Regeln. Typisch sind fließende Brautkleider mit Spitze oder Häkeldetails, offene Haare mit Blumen, eine Feier im Garten, auf der Wiese oder in der Scheune und Deko aus Wildblumen, Trockenblumen, Pampasgras, Makramee und viel warmem Licht. Der Bräutigam trägt Leinen oder Hosenträger statt Smoking, und gegessen wird gern vom Buffet, Grill oder Foodtruck.
Boho-Hochzeiten werden immer beliebter, doch nur wenige wissen, was hinter dem Begriff steckt. Er leitet sich von der Bohème ab, einer Strömung in Kunst, Literatur und Lebenshaltung des 19. Jahrhunderts mit bewusst unbürgerlichen Ansichten. Boho steht deshalb für alternativ und unkonventionell. Im Boho-Stil zu heiraten heißt, von klassischen Kleidern, Dekorationen und Accessoires abzusehen und umzusetzen, was euch gefällt. Die Grenzen zu Vintage und Country-Chic sind fließend. Eine Hippie-Hochzeit greift dazu die Flower-Power-Zeit der 60er und 70er Jahre auf und darf ruhig bunter sein. Mit Wildblumen und viel Natur entsteht eine lockere, ungezwungene Atmosphäre, die Raum für große Emotionen lässt.
Beim Brautstyling stehen euch viele Möglichkeiten offen. Eng anliegende Kleider im Meerjungfrau-Schnitt oder volle Prinzessinnenkleider sieht man bei Hippie-Hochzeiten eher selten. Gut passen fließende, luftige Kleider aus zarten Stoffen, Spitze, Häkeldetails und Vintage-Elemente. Am wichtigsten ist, dass die Braut die leichte Atmosphäre verkörpert: Weich fallende Kleider laden zum Tanzen ein und lassen viel Bewegung zu.
Eine schlichte, schöne Frisur unterstreicht diese Wirkung. Locker gesteckte oder offene, wallende Haare sehen mit eingearbeiteten Wildblumen oder einem Blumenkranz besonders schön aus. Ein dezentes Make-up lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wichtigste des Tages, eure Liebe. Dazu passen flache Sandalen oder Barfuß-Schmuck und ein wild gebundener Brautstrauß wie frisch aus dem Garten. Mehr Frisuren-Ideen findet ihr bei der Brautfrisur.

Julia Ryaz
Auch bei der Dekoration gilt: Sucht euch aus, was euch gefällt. Hippie-Hochzeiten finden oft im Freien statt, zum Beispiel als Gartenhochzeit oder in einer liebevoll dekorierten Scheune auf dem Land. Gerade deshalb ist der Stil bei Paaren beliebt, die sich gegen eine Stadthochzeit entschieden haben.
Bunte Blumen, Gräser und Kräuter verleihen der Tischdeko besonderes Flair. Kräftige Farben bei Geschirr, Pflanzen und kleinen Deko-Elementen sorgen neben gedeckten Naturtönen für eine lässige und trotzdem stilvolle Note. Auch Metallic-Akzente lassen sich gut einsetzen, zum Beispiel goldenes Besteck im Vintage-Stil mit bunt zusammengewürfeltem Geschirr. Die Hochzeitstorte wird selbst zum Deko-Element: Ein Naked Cake, bei dem man die Schichten von außen sieht, ist ein schönes Herzstück.

Julia Ryaz
Der Bräutigam darf es lässig mögen: ein Anzug aus Leinen in Beige, Hellgrau oder Sand, Hosenträger und Hemd ohne Sakko, eine offene Fliege oder ein Strohhut. Für die Gäste passt ein Dresscode wie „Garden Party“ oder „Boho“: luftige Kleider, Blumenmuster und bequeme Schuhe, denn auf der Wiese sinken Absätze ein. Tipps dazu findet ihr bei den Outfits für die Gartenhochzeit.
Am besten draußen und naturnah: im Garten, auf einer Streuobstwiese, in einer Scheune oder auf einem Hof. Auch eine Strandhochzeit passt zum Boho-Stil. Plant bei einer Feier im Freien immer einen Plan B mit Zelt oder Scheune ein.
Statt gesetztem Menü passen ein Buffet mit regionalen Zutaten, ein Grill oder ein Foodtruck. Als Torte eignet sich ein Naked Cake mit frischen Beeren und Blumen. Bei der Musik sorgen eine Akustikband, ein Singer-Songwriter oder eine Playlist mit Folk und Klassikern der 70er für die richtige Stimmung.
Eine lockere, naturverbundene Hochzeit im Bohème-Stil mit fließenden Kleidern, Wildblumen, Makramee und viel Natur, ohne strenge Regeln.
Beide sind locker und naturverbunden. Eine Hippie-Hochzeit greift dazu die Flower-Power-Zeit der 60er und 70er auf und ist oft bunter.
Ein fließendes, luftiges Kleid aus zarten Stoffen, gern mit Spitze, Häkeldetails oder Vintage-Elementen.
Luftige Kleider oder Leinenanzüge, Blumenmuster und bequeme Schuhe, die auch auf der Wiese funktionieren.
Wildblumen, Trockenblumen, Pampasgras, Makramee, Wimpelketten, Lichterketten, Holzschilder und bunt gemischtes Geschirr.
Fotos: Julia Ryaz
Transparenzhinweis: mit KI überarbeitet und korrigiert

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Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026