Brautstrauß: Formen, Farben, Kosten & Ideen für jede Jahreszeit

Hochzeits ABCSissivon Sissi am 02.11.2026

Brautstrauß finden: Formen von Biedermeier bis Wasserfall, Blumen nach Jahreszeit, Strauß fürs Standesamt, Kosten, Übergabe, Brautstrauß-Werfen und Trocknen.

Bianca and Lukas

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Der perfekte Brautstrauß passt zu Brautkleid, Figur und Jahreszeit: Klassisch ist der runde Biedermeierstrauß, romantisch der Wasserfall- oder Kaskadenstrauß, locker der wild gebundene Boho-Strauß. Für das Standesamt darf er kleiner sein. Ein Brautstrauß kostet meist zwischen 80 und 200 Euro, aufwendige Sträuße mit Premiumblumen auch mehr. Traditionell kümmert sich der Bräutigam darum.

Brautstrauß auf einen Blick

  • Formen: rund (Biedermeier), Wasserfall, Zepter, Tropfen, Boho, Mini-Strauß
  • Kosten: meist 80 bis 200 Euro, einfache saisonale Sträuße ab etwa 60 Euro
  • Bestellen: einige Monate vor der Hochzeit beim Floristen
  • Tradition: Der Bräutigam sucht den Strauß aus und überreicht ihn
  • Saisonal wählen: Pfingstrosen im Frühsommer, Dahlien im Spätsommer und Herbst
  • Danach: werfen, trocknen oder konservieren lassen

Hunderte Brautstrauß-Inspirationen

Das Brautkleid und die Frisur sind ganz sicher ein Hingucker bei der Hochzeit, aber auch dem Brautstrauß wird viel Beachtung geschenkt – und er sollte natürlich perfekt sein. Der Blumenstrauß muss zur Dekoration passen, und die Braut hat sicher eine Vorliebe für besondere Lieblingsblumen. Selbstverständlich sollten auch diese im Brautstrauß enthalten sein. Traditionell ist der Bräutigam für den Brautstrauß zuständig, und er wird eure Lieblingsblumen ja wohl kennen. Wenn nicht, solltet ihr ihn aufklären – es kann sonst wirklich eine böse Überraschung geben.

Brautstrauß-Formen im Überblick

  • Runder Strauß (Biedermeier): kompakt, dicht gebunden und zeitlos – passt zu fast jedem Kleid.
  • Wasserfall- oder Kaskadenstrauß: fließt nach unten aus und wirkt besonders romantisch zu langen, schmalen Kleidern.
  • Zepter- oder Armstrauß: lange Stiele, die im Arm liegen – elegant bei großen, schlanken Bräuten.
  • Tropfenform: läuft nach unten spitz zu, eine dezentere Variante des Wasserfallstraußes.
  • Boho-Strauß: wild gebunden mit Gräsern, Eukalyptus oder Trockenblumen – ideal für Garten- und Scheunenhochzeiten.
  • Mini-Strauß: klein und handlich, perfekt fürs Standesamt oder zu einem kurzen Kleid.

Der Stil der Blumen im Hochzeitsstrauß

Schaut euch beim Floristen ruhig einmal Brautstrauß-Beispiele an. Jeder Geschmack ist verschieden, doch die Blumen sollten zum Brautkleid passen und eure Persönlichkeit unterstreichen. Auch die Größe spielt eine wichtige Rolle: Der Strauß darf weder zu groß noch zu klein ausfallen. Es stehen euch alle Möglichkeiten offen – manche Braut wünscht sich einen Brautstrauß aus Rosen, andere bevorzugen Pfingstrosen, und wieder andere gestalten die ganze Hochzeit im Vintage-Stil. Die Floristen sind gut geschult und binden den Strauß perfekt. Wichtig ist nur, dass Brautkleid und Strauß im gleichen Stil gehalten sind. Wer es üppig mag, findet Inspiration beim großen Brautstrauß wie frisch aus dem Garten.

Die passende Farbe – das muss beim Brautstrauß wirklich stimmen

Ihr dürft nicht nur das Brautkleid berücksichtigen, auch der Anzug des Bräutigams sollte genau angeschaut werden. Vielleicht könnt ihr dem Floristen eine Stoffprobe vorlegen, dann kann er die Farben genau abstimmen. Weiß ist übrigens der Klassiker unter den Brautsträußen – mit grünen Akzenten wirkt er frisch, mit cremefarbenen Rosen und Ranunkeln besonders edel.

Manche Blumen wie Lilien haben Staubgefäße, die auf dem Brautkleid hässliche Flecken hinterlassen – lasst sie vom Floristen entfernen oder verzichtet auf diese Sorten. Auch mit gefärbten Blumen solltet ihr vorsichtig sein: Sie sind recht teuer und wirken schnell künstlich. Ein Florist weiß genau, welche Blumen natürlich aussehen und in welcher Form sie gebunden werden – und kennt schöne Alternativen zu euren Lieblingsblumen. Passende Floristen findet ihr unter Floristen auf weddingbible.de.

Brautstrauß aus roten Rosen in Nahaufnahme

Herzflimmern

Brautstrauß nach Jahreszeit

Nach Möglichkeit sollten die Blumen zur Jahreszeit passen: Saisonale Blumen sind frischer, günstiger und nachhaltiger. Eure Lieblingsblumen sind nun mal nicht in jeder Jahreszeit verfügbar – Maiglöckchen im Winter solltet ihr euch nicht wünschen.

  • Frühling: Tulpen, Ranunkeln, Anemonen, Flieder, Maiglöckchen und Zweige mit Blüten
  • Sommer: Pfingstrosen im Frühsommer, Rosen, Hortensien, Lavendel, Kornblumen und Schleierkraut. Wählt Blumen, die Hitze gut vertragen und nicht gleich die Köpfe hängen lassen.
  • Herbst: Dahlien, Chrysanthemen, Astern, Hagebutten, Beeren, Gräser und Eukalyptus
  • Winter: Amaryllis, Christrosen, Ranunkeln, Eukalyptus, Tannengrün und Trockenblumen

Bedeutung der Farben im Brautstrauß

Sucht euch die Farben bewusst aus, denn sie sagen viel über die Persönlichkeit der Braut aus. Rote Blumen stehen für Temperament und die große Liebe, gelbe für Selbstbewusstsein. Blaue Sorten wie Glockenblumen oder Iris drücken Treue und Harmonie aus. Lila Blumen symbolisieren die Unvergänglichkeit der Liebe, und weiße Blumen stehen für Reinheit und Neubeginn.

Brautstrauß fürs Standesamt

Für die standesamtliche Trauung darf der Brautstrauß kleiner und schlichter sein: ein Mini-Strauß, ein lockerer Strauß aus wenigen Lieblingsblumen oder ein Armstrauß zum Hosenanzug. Er sollte gut in der Hand liegen, denn im Standesamt unterschreibt ihr auch. Heiratet ihr später noch kirchlich oder frei, kann der Standesamtsstrauß die Farben des großen Brautstraußes vorwegnehmen. Mehr zum Tag lest ihr im Beitrag zur standesamtlichen Trauung.

Brautstrauß aus Trockenblumen

Trockenblumensträuße aus Pampasgras, Strohblumen, Lavendel oder getrocknetem Eukalyptus liegen im Trend. Sie lassen sich vorab fertigstellen, welken nicht und bleiben als Erinnerung erhalten. Allerdings sind sie empfindlich und können brechen – transportiert sie also vorsichtig.

Was kostet ein Brautstrauß?

Laut Bridebook kostet ein Brautstrauß in Deutschland meist zwischen 80 und 200 Euro. Einfache, saisonale Sträuße gibt es ab etwa 60 Euro, üppige Sträuße mit Premiumblumen kosten 200 bis 350 Euro oder mehr. Für das Standesamt reicht oft ein kleinerer, günstigerer Strauß. Der Preis hängt von Blumenart, Saison, Größe, Bindetechnik und Extras wie Perlen oder Bändern ab.

Braut mit Brautstrauß in einer Felsnische

Bianca and Lukas

Die Übergabe des Brautstraußes

Es ist eine sehr alte Tradition, dass der Bräutigam die Braut vor der Hochzeit nicht im Brautkleid sehen darf – das soll Unglück bringen. Traditionell überreicht er ihr den Strauß deshalb erst, wenn er sie abholt oder in der Kirche trifft. Geht ihr vor der Trauung zum Fotografen, darf der Strauß auf den Fotos natürlich nicht fehlen – dann kann er auch schon vorher übergeben werden, etwa beim First Look.

Ein alter Brauch: das Brautstrauß-Werfen

Bei der Feier wirft die Braut den Strauß über die Schulter, und wer ihn fängt, heiratet als Nächstes. Das ist ein großer Spaß für die unverheirateten Gäste. Mein Tipp: Lasst beim Floristen einen kleinen Wurfstrauß binden – dann könnt ihr den echten Brautstrauß behalten.

Brautstrauß trocknen und aufbewahren

Euer Brautstrauß soll euch noch viele Jahre an den schönsten Tag erinnern? So klappt es:

  • Hängend trocknen: Den Strauß kopfüber an einem dunklen, trockenen und luftigen Ort aufhängen. Nach etwa zwei bis drei Wochen ist er durchgetrocknet.
  • Silikagel: Einzelne Blüten in Trockengranulat legen – so bleiben Form und Farbe besonders gut erhalten.
  • Pressen: Einzelne Blüten zwischen Löschpapier in ein schweres Buch legen und später rahmen.
  • Konservieren lassen: Spezialisierte Anbieter konservieren den Strauß professionell oder gießen Blüten in Harz ein.

Am besten trocknet ihr den Strauß direkt nach der Hochzeit, solange die Blüten noch frisch sind.

Häufige Fragen zum Brautstrauß

Wer bezahlt den Brautstrauß?

Traditionell der Bräutigam, der auch die Blumen aussucht. Heute entscheiden viele Paare gemeinsam.

Wann sollte man den Brautstrauß bestellen?

Am besten einige Monate vor der Hochzeit, gemeinsam mit der restlichen Blumendeko. Abgeholt oder geliefert wird er am Hochzeitsmorgen.

Was kostet ein Brautstrauß?

Meist 80 bis 200 Euro, einfache saisonale Sträuße ab etwa 60 Euro, aufwendige Sträuße auch 350 Euro und mehr.

Welcher Brautstrauß passt zu welchem Kleid?

Zu schlichten, schmalen Kleidern passen Wasserfall- oder Armsträuße, zu Prinzessinnenkleidern runde Sträuße und zu Boho-Kleidern wild gebundene Sträuße mit Gräsern.

Wie trocknet man einen Brautstrauß?

Kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort aufhängen und zwei bis drei Wochen trocknen lassen – oder einzelne Blüten in Silikagel legen oder pressen.

Fotos: Bianca Marie Fotografie, Herzflimmern

Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026