Saftkur 5 Tage: Unser ehrliches Fazit nach der Detox-Kur

Planung / TippsSissivon Sissi am 02.11.2026

Fünf Tage nur Säfte: Wie es uns ging, ob wir abgenommen haben, warum wir Kopfschmerzen hatten und was Fachleute zu Detox und Schlacken sagen.

Bianca and Lukas

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Unser Fazit nach 5 Tagen Saftkur: Wir haben uns nicht „wie neu geboren“ gefühlt und nicht dauerhaft abgenommen – die rund 3 Kilo waren bei mir schnell wieder drauf. Geblieben ist vor allem ein bewussterer Umgang mit Essen. Wichtig zu wissen: „Schlacken“ gibt es im gesunden Körper nicht, und für Detox-Kuren fehlt laut Verbraucherzentrale der wissenschaftliche Nachweis.

Vor einiger Zeit habe ich euch in meinem Vorbericht zur Saftkur erzählt, warum mein Freund und ich die Detox-Saftkur von Saftgarten aus Oberösterreich ausprobieren. Hier ist unser ehrliches Fazit – mit allen Ups and Downs.

Unsere Saftkur auf einen Blick

  • Dauer: 5 statt der geplanten 6 Tage
  • Hunger: vor allem abends – uns fehlten das Kauen und das Salz
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen in den ersten Tagen, vermutlich weil wir zu wenig dazu getrunken haben
  • Gewicht: bei mir rund 3 Kilo weniger, die fast wieder drauf sind; bei meinem Freund fast 5 Kilo
  • Was blieb: bewusster essen, abends leichter, wieder mehr Sport
  • Faktencheck: Entgiften übernehmen Leber und Nieren – Schlacken gibt es im gesunden Körper nicht

Wie ging es uns nach 5 Tagen Saftkur?

Eigentlich wollten mein Freund und ich die Saftkur sechs Tage lang durchziehen. Eine Freundin hatte uns aber erzählt, dass es einem am ersten Tag nach der Kur nicht so gut geht, wenn man wieder normal isst – und das wäre bei uns ein Montag und damit ein Arbeitstag gewesen. Also haben wir die Kur am Samstagabend nach dem fünften Tag beendet und die restlichen Säfte an Freunde verschenkt, die neugierig waren.

Spannend fand ich, was die Kur in unserem Umfeld ausgelöst hat: Meine Schwester mixt sich seitdem ein bis zwei Smoothies am Tag als Ergänzung zu ihren normalen Mahlzeiten, und auch mein Freund und ich leben und essen seit dem Ende der Kur viel bewusster.

Wie schwer war die Saftkur?

Vor allem abends war es schwer, nichts zu essen und mit ein wenig Hunger ins Bett zu gehen. Das Gefühl, gar nichts im Magen zu haben, hatten wir aber nie – es fehlte eher das gewohnte Kauen. In unserem Haushalt wird gern und viel gekocht, gerne mal Pasta, gerne mal asiatisch und immer gut gewürzt. Vor allem das Salz hat uns gefehlt.

Als alte Süßigkeiten- und Energydrink-Liebhaberin habe ich den Zucker dagegen nie vermisst, weil in jedem Saft etwas Süßes steckte – also Obst. Auch in den morgendlichen, sehr grünen Säften war immer etwas Frucht dabei.

Unser Fazit

Nach den fünf Tagen habe ich mich nicht „wie neu geboren“ gefühlt, ich habe nicht viel abgenommen und auch nicht gehungert. Es war viel mehr ein Experiment und ein „Wachwerden“: der Entschluss, bewusster zu leben, sich bewusster zu ernähren und vor allem abends auf schwere und fettige Speisen zu verzichten. Am schwersten war es, sich selbst zu challengen und stark zu bleiben. In unserer Mundart würde man sagen: „Man gspiat sich wieda.“ Seit dem letzten Tag machen wir wieder Sport und essen abends leichter – nicht aus Verzicht, sondern weil wir es so wollen.

Haben wir mit der Saftkur abgenommen?

Ich habe circa 3 Kilo abgenommen, die aber fast wieder drauf sind. Mein Freund hat fast 5 Kilo verloren und dank Sport und leichtem Abendessen nicht wieder zugenommen. Dass ein Teil schnell zurückkommt, ist normal: Wer ein paar Tage sehr wenig isst, verliert kurzfristig Gewicht – mit Entgiftung hat das laut Verbraucherzentrale nichts zu tun.

Kopfschmerzen bei der Saftkur: Was wir gelernt haben

Das Härteste waren die ersten drei Tage, danach fiel die Selbstbeherrschung leichter und der Hunger wurde weniger. Schlimm waren die Kopfschmerzen: Am ersten Abend bekam ich eine Migräneattacke, und mein Freund hatte am zweiten und dritten Tag durchgehend leichte Kopfschmerzen. Vermutlich haben wir zu wenig dazu getrunken – man vergisst leicht, dass die Säfte die Nahrung ersetzen und nicht das Wasser. Saftgarten empfiehlt, genauso viel zu trinken wie an einem normalen Tag. Ab Tag drei haben wir darauf geachtet, viel Wasser zu trinken und die Säfte besser einzuteilen.

Geschmacklich hat uns die 3-Tages-Kur „Die Xunde Grüne“ am besten gefallen – vor allem die Mandelmilch mit Zimt am Abend war eine schöne Abwechslung.

Ist eine Saftkur sinnvoll? Das sagen Fachleute

So schön unser Aha-Erlebnis war: Medizinisch braucht der Körper keine Detox-Kur. Laut Verbraucherzentrale (Stand Januar 2026) lassen sich „Schlacken“ bei gesunden Menschen nicht nachweisen – Leber und Nieren übernehmen die Entgiftung ganz von selbst. Für Detox-Diäten fehlt der wissenschaftliche Nachweis. Säfte und Smoothies in normalen Mengen sind unproblematisch, enthalten aber oft viel Zucker.

  • Wer Vorerkrankungen hat, schwanger ist, stillt oder Medikamente nimmt, sollte vor einer Saftkur ärztlichen Rat einholen.
  • Trinkt viel Wasser oder ungesüßten Tee dazu.
  • Kurz vor der Hochzeit lieber keine Experimente: Müdigkeit und Kopfschmerzen kann in der heißen Phase niemand gebrauchen.

Wenn ihr euch vor dem großen Tag etwas Gutes tun wollt, helfen ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, viel Wasser und Bewegung an der frischen Luft. Mehr Tipps findet ihr im Beitrag Strahlende Haut und gesundes Haar für die Hochzeit.

Häufige Fragen zur Saftkur

Was bringt eine Saftkur?

Sie kann den Anstoß geben, bewusster zu essen – so war es bei uns. Eine Entgiftung im medizinischen Sinn ist nicht belegt.

Nimmt man mit einer 5-Tage-Saftkur ab?

Kurzfristig ja: Bei uns waren es rund 3 und fast 5 Kilo. Ein Teil kommt aber schnell zurück, sobald man wieder normal isst.

Warum bekommt man bei einer Saftkur Kopfschmerzen?

Bei uns lag es vermutlich daran, dass wir zu wenig zusätzlich getrunken haben. Auch die geringe Kalorienzufuhr oder der Verzicht auf Kaffee können eine Rolle spielen. Halten die Beschwerden an, brecht die Kur ab und holt ärztlichen Rat ein.

Ist eine Saftkur vor der Hochzeit sinnvoll?

Kurz vor der Hochzeit raten wir eher ab. Besser sind ausreichend Schlaf, regelmäßiges Essen und viel Wasser – dann seid ihr am großen Tag fit.

Gibt es Schlacken im Körper?

Nein. Laut Verbraucherzentrale und Deutscher Gesellschaft für Ernährung sammeln sich im gesunden Körper keine Schlacken an.

Dieser Erfahrungsbericht entstand 2017 in Kooperation mit Saftgarten. Beitragsbild: Bianca Marie Fotografie

Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026