Wechselkleid oder Partykleid für die Braut: Varianten vom kurzen Brautkleid über das 2-in-1-Kleid bis zum Zweiteiler, Vorteile, der richtige Zeitpunkt zum Umziehen und Kosten.
Ein Wechselkleid ist ein zweites Brautkleid, in das die Braut im Laufe der Feier schlüpft – meist ein kurzes, leichtes Partykleid zum Tanzen nach dem langen Kleid für Trauung und Fotos. Alternativen sind ein 2-in-1-Brautkleid mit abnehmbarem Rock oder ein Zweiteiler. Das Wechselkleid sollte zum Stil des Hauptkleids passen und deutlich günstiger sein; umgezogen wird am besten nach dem Fotoshooting oder vor dem Eröffnungstanz.
Als Braut steckt ihr den ganzen Tag in einem Kleid: Darin kann es eng, warm und mit der Zeit unangenehm werden. Deshalb entscheiden sich immer mehr Bräute für ein Wechselkleid. Morgens trägt die Braut ein langes Hochzeitskleid und am Abend ein kurzes Brautkleid – das kann natürlich auch andersherum sein. Meist entscheidet sich die Braut für die erste Variante, weil das große Brautkleid einen lang ersehnten Kindheitstraum erfüllt. Für die Trauung oder beim Aussteigen aus der Kutsche ist ein langes Brautkleid ideal, zum Tanzen eignet sich ein kurzes Kleid besser.

Daniel Huber (dein-hochzeitsfoto.at)
Das Wechselkleid sollte zum ersten Kleid passen – so sorgt die Braut für einen roten Faden auf der Hochzeit. Manche Hersteller bieten sogar ein Set aus Braut- und Wechselkleid an. Mit dem kurzen Abendkleid überrascht ihr die Gäste und den Bräutigam. Damit die Überraschung so richtig gelingt, darf das Zweitkleid auch farbig sein und muss nicht genau dem Stil des langen Brautkleides entsprechen. Bunte Schuhe runden den Look ab. Haben eure Brautjungfern einen bestimmten Farbton gewählt? Dann nehmt einen Ton heller oder dunkler, der sich nahtlos einfügt – durch die kleine Abstufung fallt ihr als Braut trotzdem auf.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einem kurzen Kleid habt ihr mehr Beinfreiheit. Gerade an heißen Tagen ist das sehr angenehm – ihr könnt euch besser bewegen und bekommt keinen Hitzestau. Ihr könnt sogar eure Füße in ein kühlendes Planschbecken stecken, wenn ihr für euch und eure Gäste eines aufgestellt habt. Mit einem langen Kleid würden Saum oder Schleppe nass werden und Schmutz anziehen. Die Kosten für die spätere Reinigung fallen also geringer aus. Außerdem lassen sich beide Kleider nach der Hochzeit besser verkaufen, weil sie kaum Gebrauchsspuren haben. Und mit einem kurzen Kleid kommen schöne Beine und die Brautschuhe so richtig zur Geltung.
Bewährt hat sich der Wechsel nach dem Fotoshooting oder kurz vor dem Eröffnungstanz. Bittet eure Trauzeugin oder eine Freundin um Hilfe und plant etwa 15 bis 20 Minuten ein. Klärt mit der Location, wo ihr euch in Ruhe umziehen und das Hauptkleid sicher aufhängen könnt. Denkt auch an passende Unterwäsche und eine Notfalltasche mit Nadeln, Pflastern und Haarspray – vielleicht ändert ihr bei der Gelegenheit auch die Frisur.

Daniel Huber (dein-hochzeitsfoto.at)
Das zweite Brautkleid sollte deutlich günstiger ausfallen als das lange Brautkleid. Laut Bridebook geben Bräute in Deutschland für ihr Hauptkleid im Schnitt 1.832 Euro aus, die meisten zwischen 800 und 3.000 Euro (Wedding Report 2026, Stand Juli 2026). Für das Wechselkleid haben wir in der ersten Fassung dieses Beitrags (Stand 2019) mit etwa 300 bis 600 Euro gerechnet. Zur Orientierung: Kleider aus Onlineshops kosten laut Bridebook im Schnitt 476 Euro, Vintage- oder Second-Hand-Kleider im Schnitt 920 Euro. Denkt an passende Schuhe – nicht immer könnt ihr die vom ersten Kleid übernehmen, vor allem bei farbigen Kleidern.
Das kurze Brautkleid könnt ihr im gleichen Brautmodengeschäft kaufen, in dem ihr euer erstes Kleid bestellt habt. Es gibt auch Hersteller, die sich auf Zweitkleider spezialisiert haben – dann fällt der Preis oft günstiger aus. Schaut außerdem in gut sortierten Modehäusern, ob ein farbiges Zweitkleid für euch infrage kommt. Im Internet lohnt sich die Suche nach gebrauchten Kleidern: Da das Zweitkleid nur kurz getragen wird, sieht es nach der Reinigung fast wie neu aus, und der Preisunterschied ist enorm. Worauf ihr beim Onlinekauf achten solltet, lest ihr bei Brautkleid im Internet kaufen, Tipps zur Brautkleidanprobe gibt es hier.
Meist nach dem Fotoshooting oder kurz vor dem Eröffnungstanz, damit die Fotos im Hauptkleid entstehen und die Party im bequemen Kleid startet.
Deutlich weniger als das Hauptkleid. In der ersten Fassung dieses Beitrags (Stand 2019) lag es bei etwa 300 bis 600 Euro; Kleider aus Onlineshops kosten laut Bridebook heute im Schnitt 476 Euro.
Ein Brautkleid mit abnehmbarem Rock oder abnehmbarer Schleppe. Nach der Trauung wird der lange Teil abgenommen, und die Braut feiert im kürzeren Kleid weiter.
Nein. Viele Bräute wählen Weiß oder Creme, aber auch ein farbiges Kleid passend zu Brautjungfern oder Deko ist eine schöne Überraschung.
Am besten die Trauzeugin, eine Brautjungfer oder die Mama. Plant 15 bis 20 Minuten und einen ruhigen Raum in der Location ein.
Fotos: Daniel Huber (dein-hochzeitsfoto.at)
Transparenzhinweis: mit KI überarbeitet und korrigiert

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Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026