Royale Hochzeitskleider der letzten 100 Jahre: die Brautkleider von Queen Elizabeth II., Grace Kelly, Lady Diana, Mette-Marit, Kate und Meghan und wie ihr den Royal-Look trefft.
Royale Brautkleider prägen seit 100 Jahren die Brautmode: von der tief taillierten Robe der späteren Queen Mum 1923 über das Kleid von Queen Elizabeth II. von Norman Hartnell und Grace Kellys Spitzenkleid von Helen Rose bis zu Lady Dianas Traum aus Seidentaft mit rund 7,6 Meter langer Schleppe. Kate trug 2011 Spitzenärmel von Sarah Burton für Alexander McQueen, Meghan 2018 ein schlichtes Kleid von Clare Waight Keller für Givenchy mit fünf Meter langem Schleier. Für euren Royal-Look braucht ihr kein Designerkleid: Lange Spitzenärmel, ein langer Schleier, eine Tiara oder klare, edle Schnitte holen den königlichen Stil auf eure Hochzeit.
Wer kennt es nicht? Eine royale Hochzeit steht an, Fernsehen und Klatschpresse berichten seit Wochen und spekulieren über das Outfit, die Länge des ersten Kusses und wann denn endlich der Nachwuchs ansteht. Welcher Designer wird das Kleid der Prinzessin schneidern, welchen Schmuck wird sie tragen?
Okay, zugegeben: Anfangs nervt es mich, täglich von Prinz XY und seiner ach so tollen Prinzessin zu hören und zu lesen. Aber ich bin die Erste, die vor dem Fernseher sitzt und den Freund zwingt, mit ihr die royale Hochzeit stundenlang live zu verfolgen. Dabei kommt es mir auch wirklich nicht auf den ganzen Kitsch an … Nein! *räusper* Ich weine auch nie und bekomme nie Gänsehaut beim Einzug der Braut, ich schwöre. Natürlich achte ich als Hochzeitsfanatikerin auf die Details: den Ablauf, die Dekoration, den Schmuck und vor allem auf die royalen Hochzeitskleider.
Ihr Kleid von Madame Handley-Seymour war ganz im Stil der Zwanziger geschnitten, mit tiefer Taille und geradem Schnitt. Auf dem Weg in die Westminster Abbey legte sie ihren Brautstrauß am Grab des unbekannten Soldaten nieder, eine Geste, die viele royale Bräute nach ihr wiederholt haben.
Die damalige Prinzessin Elizabeth heiratete in einem Kleid aus elfenbeinfarbenem Duchesse-Satin von Norman Hartnell, bestickt mit Perlen und Kristallen. Weil Kleidung nach dem Krieg noch rationiert war, bezahlte sie den Stoff mit Kleidermarken.
Für ihre Hochzeit mit Fürst Rainier von Monaco entwarf die Hollywood-Kostümbildnerin Helen Rose ein hochgeschlossenes Kleid mit langen Spitzenärmeln. Es gilt bis heute als eines der einflussreichsten Brautkleider überhaupt.
Das Brautkleid von Diana ist für mich immer noch eines der prunkvollsten, die ich je gesehen habe, auch wenn die Hochzeit schon 1981 und vor meiner Geburt war. Das Kleid von David und Elizabeth Emanuel aus elfenbeinfarbenem Seidentaft und antiker Spitze mit seiner rund 7,6 Meter langen Schleppe ist zwar nicht mehr das modernste, aber trotz allem der Inbegriff von royal.

Julia Ryaz
Die norwegische Kronprinzessin trug eine schlichte und minimalistische Variante eines Brautkleides von Ove Harder Finseth aus Crêpe und Tüll. Trotz des puristischen Designs brachten die lange Schleppe und ein rund sechs Meter langer Tüllschleier die Braut wunderschön zum Strahlen.
Máxima der Niederlande heiratete 2002 in Valentino, Letizia von Spanien 2004 in einem Kleid von Manuel Pertegaz und Kronprinzessin Victoria von Schweden 2010 in einem Entwurf von Pär Engsheden. Alle drei setzten auf edle Seide, lange Schleppen und viel Eleganz.
Besonders beliebt ist nach wie vor das Kleid von Catherine, die meisten kennen sie als Kate. Sarah Burton entwarf es für Alexander McQueen aus Satin mit Spitzenapplikationen und langen Spitzenärmeln, für mich hat es ein wenig 50er-Jahre-Flair. Im selben Jahr heiratete Charlene Wittstock Fürst Albert II. von Monaco in einem schulterfreien Kleid von Giorgio Armani.

Julia Ryaz
Prinzessin Sofia von Schweden trug 2015 bei der Hochzeit mit Prinz Carl Philip ein Kleid der schwedischen Designerin Ida Sjöstedt. Meghan setzte 2018 auf ein klares, schlichtes Kleid mit U-Boot-Ausschnitt von Clare Waight Keller für Givenchy, dazu einen fünf Meter langen Schleier, bestickt mit Blumen aller Commonwealth-Länder. Prinzessin Beatrice heiratete 2020 in einem Vintage-Kleid von Norman Hartnell, das ihr Queen Elizabeth II. lieh, und Rajwa Al Saif wählte 2023 für ihre Hochzeit mit Kronprinz Hussein von Jordanien ein Kleid von Elie Saab.
Diese Kleider werden weltweit nachgeschneidert, und darüber freut sich meist das Sparschwein, denn ein Original-Brautkleid der Designer ist, sag ich mal auf gut Deutsch, schweineteuer und für die meisten Bräute nicht annähernd im Budget.
Das Designerpaar David und Elizabeth Emanuel. Das Kleid aus Seidentaft und antiker Spitze hatte eine rund 7,6 Meter lange Schleppe.
Sarah Burton, damals Kreativdirektorin von Alexander McQueen.
Ein schlichtes Kleid mit U-Boot-Ausschnitt von Clare Waight Keller für Givenchy, dazu einen fünf Meter langen, bestickten Schleier.
Die Kostümbildnerin Helen Rose, die damals für das Filmstudio MGM arbeitete.
Dieser Beitrag entstand 2015 in Kooperation mit Zalando.
Fotos: Julia Ryaz
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Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026