Vom Wiener Walzer bis zur Choreografie: So findet ihr den passenden Hochzeitstanz – mit Tanzstilen, über 35 Songs, Tanzkurs-Tipps und dem richtigen Zeitpunkt.
Der Hochzeitstanz – auch Eröffnungstanz oder First Dance – ist der erste Tanz des Brautpaares als Ehepaar und eröffnet die Party. Meist findet er nach dem Hauptgang oder nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte statt und dauert zwei bis vier Minuten. Klassisch ist der Wiener Walzer, doch moderne Paare tanzen genauso gern Discofox, Rumba, Rock'n'Roll oder eine eigene Choreografie zu ihrem Lieblingssong.
Hier erfahrt ihr, welcher Tanzstil zu euch passt, welche Lieder sich eignen, wie ihr den Hochzeitstanz am besten lernt und wie ihr den großen Moment entspannt genießt – auch wenn ihr keine geübten Tänzer seid.
Mit dem Hochzeitstanz zeigt ihr euch zum ersten Mal als frisch verheiratetes Paar auf der Tanzfläche. Der DJ oder die Band kündigt euch an, eure Gäste bilden einen Kreis um euch und schauen zu – ein Moment, an den ihr euch noch lange erinnern werdet und der in keinem Hochzeitsalbum fehlen sollte.
Traditionell ist der Eröffnungstanz ein Walzer. Gerade in Österreich gehört ein Wiener Walzer wie der Donauwalzer für viele Paare einfach dazu. Nach ein bis zwei Minuten holt ihr Eltern und Trauzeugen dazu, danach ist die Tanzfläche für alle frei.
Erlaubt ist, was euch gefällt und zu eurem Song passt. Diese Tanzstile sind beim Hochzeitstanz besonders beliebt:
Noch mehr Ideen jenseits der Standardtänze findet ihr in unseren Beiträgen zu Walzer-Alternativen und zu Standardtänzen mit moderner Musik.
Ihr seid keine geübten Tänzer? Kein Problem. Der einfachste Hochzeitstanz ist der Wiegeschritt, auch Klammerblues genannt: Ihr haltet euch eng umschlungen und wiegt euch im Takt von einem Fuß auf den anderen. Mit zwei, drei Drehungen der Braut und einem kleinen Dip zum Schluss wirkt euer Tanz einstudiert, ohne dass ihr monatelang üben müsst. Auch der Grundschritt im Discofox ist schnell gelernt und lässt sich mit einfachen Drehungen erweitern.
Tipp: Bittet den DJ, eure Gäste schon nach etwa einer Minute auf die Tanzfläche zu holen. So steht ihr nicht lange allein im Rampenlicht.
Wer seine Gäste überraschen möchte, setzt auf einen Hochzeitstanz mit Twist:

Bianca and Lukas
Viele Tanzschulen bieten spezielle Hochzeitstanzkurse für Brautpaare an. Ihr habt im Grunde drei Möglichkeiten:
Startet am besten zwei bis drei Monate vor der Hochzeit. Für einen einfachen Walzer oder Discofox reichen oft drei bis fünf Stunden, für eine eigene Choreografie solltet ihr eher sechs bis zehn Einheiten einplanen – und zwischendurch zu Hause üben.
Der Hochzeitstanz ist der Startschuss für den ausgelassenen Teil der Hochzeitsfeier. Bewährt hat sich der Zeitpunkt nach dem Hauptgang oder direkt nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte: Eure Gäste sind satt, entspannt und bereit zum Feiern. Manche Paare eröffnen auch gleich nach dem Einzug in den Festsaal – ideal, wenn ihr aufgeregt seid und den Tanz rasch hinter euch haben wollt.
So läuft der Eröffnungstanz meist ab:
Sprecht den genauen Zeitpunkt mit eurer Hochzeitsband oder eurem DJ und mit eurem Hochzeitsfotografen ab, damit der Moment perfekt eingefangen wird.
Wählt einen Song, der euch beiden etwas bedeutet – vielleicht euer gemeinsames Lied oder das Stück, das bei eurer Trauung gespielt wurde. So zieht sich ein roter Faden durch euren Hochzeitstag. Wichtig ist, dass der Takt zu eurem Tanzstil passt. Diese Hochzeitslieder zum Tanzen sind besonders beliebt:
Noch mehr Inspiration für die Musik vom Einzug bis zur Party findet ihr in unserem Beitrag Lieder zur Hochzeit.

Bianca and Lukas
Neben dem Eröffnungstanz gibt es weitere Tanzbräuche. Beim Schleiertanz, meist um Mitternacht, wird der Brautschleier „abgetanzt“: Die Gäste tanzen um die Braut und versuchen, ein Stück des Schleiers zu ergattern. Wer eines erwischt, soll Glück haben oder als Nächstes heiraten – je nach Region gibt es dabei unterschiedliche Varianten. Mehr über den Brautschleier und seine Bedeutung lest ihr in unserem Beitrag zum Schleier. Zwischen zwei Tanzrunden sorgen außerdem Hochzeitsspiele wie das Übereinstimmungsspiel für Stimmung.
Etwa zwei bis drei Monate vor der Hochzeit. Für einen einfachen Walzer oder Discofox reichen oft drei bis fünf Tanzstunden, für eine Choreografie solltet ihr sechs bis zehn Einheiten einplanen.
Zwei bis vier Minuten. Längere Songs lasst ihr vom DJ kürzen oder ausblenden, oder ihr holt nach etwa einer Minute die Gäste dazu.
Der Wiegeschritt, auch Klammerblues genannt: Ihr wiegt euch eng umschlungen im Takt und baut ein paar Drehungen ein. Auch der Grundschritt im Discofox ist schnell gelernt.
Nein. Wer nicht gern tanzt, kann die Tanzfläche gemeinsam mit allen Gästen eröffnen, mit einem Gruppentanz starten oder die Eltern zum ersten Tanz bitten.
Traditionell tanzt die Braut danach mit ihrem Vater und der Bräutigam mit der Brautmutter. Anschließend kommen Schwiegereltern, Trauzeugen und schließlich alle Gäste dazu.
Privatstunden kosten je nach Region und Tanzschule meist zwischen 50 und 100 Euro pro Einheit. Crashkurse für Brautpaare in der Gruppe und Online-Kurse sind günstiger.
Fotos: Bianca Marie Fotografie

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Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026