Hochzeitszeitung erstellen: Anleitung, Vorlagen & Tipps zum Drucken

Planung / TippsSissivon Sissi am 02.11.2026Gastbeitrag

So erstellt ihr eine Hochzeitszeitung Schritt für Schritt: Team, Inhalte, Vorlagen und Programme, ein Beispiel-Aufbau sowie Tipps zum Gestalten und Drucken.

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So erstellt ihr eine Hochzeitszeitung: Legt ein Redaktionsteam fest, sammelt Beiträge und Fotos, gestaltet das Layout mit einer Vorlage – etwa im Online-Editor einer Druckerei, in Canva oder in Word – und lasst die fertige Zeitung rechtzeitig drucken. Plant dafür vier bis sechs Monate ein. Grafikkenntnisse braucht ihr dank Vorlagen nicht.

Ob ihr als Trauzeugen das Brautpaar überraschen wollt oder als Brautpaar selbst eine Zeitung für eure Gäste macht: Hier findet ihr die Anleitung, einen Beispiel-Aufbau und Tipps zum Drucken. Ideen für den Inhalt sammeln wir in unserem Beitrag Hochzeitszeitung: 40 Ideen für Inhalt und Rubriken.

Hochzeitszeitung erstellen auf einen Blick

  • Zeitbedarf: vier bis sechs Monate vom Start bis zum Druck
  • Programme: Online-Editor einer Druckerei, Canva, Word oder Pages – für Profis InDesign oder Affinity Publisher
  • Format: meist A4 oder A5, für den echten Zeitungs-Look auch im großen Zeitungsformat
  • Umfang: meist 8 bis 24 Seiten – bei Klammerheftung immer durch vier teilbar
  • Druck: spätestens drei bis vier Wochen vor der Hochzeit in Auftrag geben
  • Kosten: abhängig von Auflage, Seitenzahl, Format und Papier

Was ist eine Hochzeitszeitung?

Eine Hochzeitszeitung kann man sich ähnlich wie ein Klatschmagazin vom Kiosk ums Eck vorstellen: mit einem reißerischen Titelblatt voller Schlagzeilen rund um das Brautpaar und Seiten voller Anekdoten, Kennenlerngeschichte, Kreuzworträtsel, Interviews und Fotos. Besonders beliebt ist die „Reise der Beziehung“ als Foto-Lovestory wie in alten Bravo-Zeiten. Auf der Feier wird die Zeitung oft gegen eine Spende verkauft – eine schöne Alternative zur Strumpfbandversteigerung, deren Erlös in die Flitterwochenkasse des Brautpaares fließt.

Hochzeitszeitung erstellen: Schritt für Schritt

  1. Team bilden: Eine Person übernimmt als „Chefredaktion“ die Koordination, Trauzeugen, Brautjungfern und Familie schreiben mit.
  2. Konzept festlegen: Titel der Zeitung (etwa „Die Ja-Wort-Zeitung“ oder „Love Times“), Stil, Format, Umfang und Auflage.
  3. Inhalte planen: Rubriken festlegen und an die Autorinnen und Autoren verteilen.
  4. Beiträge sammeln: Texte, Fotos und Rätsel spätestens zwei Monate vor der Hochzeit einsammeln, Fotos möglichst in hoher Auflösung.
  5. Layout gestalten: Vorlage auswählen, Texte und Fotos einfügen, Titelseite gestalten.
  6. Korrektur lesen: am besten von jemandem, der selbst nichts geschrieben hat.
  7. Drucken lassen: Druckdaten als PDF exportieren und mit genügend Puffer bestellen.
  8. Verteilen oder verkaufen: am Hochzeitstag verteilen oder gegen eine Spende für das Brautpaar verkaufen.
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Vorlagen für die Hochzeitszeitung: Diese Möglichkeiten gibt es

Für eine schöne Hochzeitszeitung braucht ihr keine Grafikausbildung. Ich war selbst schon Trauzeugin und hätte mich ohne Vorlage nie an so ein Projekt getraut – meine Photoshop-Kenntnisse beschränken sich auf Filter-Apps am Handy. Mit Vorlagen klickt ihr euch aber ganz einfach Schritt für Schritt durch die Seiten:

  • Online-Editor einer Papeterie-Druckerei: Viele Anbieter haben fertige Designs für Hochzeitszeitungen, in die ihr nur noch Texte und Fotos einfügt. Papier, Seitenzahl und Auflage wählt ihr selbst, gedruckt und geliefert wird direkt vom gleichen Anbieter – die bequemste Lösung.
  • Canva: Das Grafikprogramm bietet in der kostenlosen Version Vorlagen für Zeitungen und Magazine. Die fertige Datei exportiert ihr als Druck-PDF und lasst sie in einer Druckerei oder im Copyshop drucken.
  • Word oder Pages: Mit Spalten, Textfeldern und einer Zeitungsvorlage gelingt auch ein einfaches Layout – gut für kleinere Zeitungen, die ihr zu Hause druckt.
  • InDesign oder Affinity Publisher: für alle, die schon Erfahrung mit Layoutprogrammen haben und volle Gestaltungsfreiheit wollen.

Beispiel: So kann eine Hochzeitszeitung aufgebaut sein

Ein Beispiel für eine Hochzeitszeitung mit 12 Seiten:

  • Seite 1: Titelseite mit Foto und Schlagzeilen
  • Seite 2: Vorwort der Redaktion und Inhaltsverzeichnis
  • Seite 3: die Liebesgeschichte des Brautpaares
  • Seiten 4 und 5: Steckbriefe von Braut und Bräutigam mit Kinderfotos
  • Seite 6: Interview mit den Brauteltern
  • Seite 7: Trauzeugen und Brautjungfern stellen sich vor
  • Seite 8: Fotostrecke „Meilensteine der Beziehung“
  • Seite 9: Kreuzworträtsel zum Brautpaar
  • Seite 10: Horoskop, Kleinanzeigen und Witze
  • Seite 11: Ehe-Tipps und Glückwünsche der Gäste
  • Seite 12: Impressum und Platz für Unterschriften

Weitere Ideen für Rubriken findet ihr in unserem Beitrag zur Hochzeitszeitung, Inspiration für Layouts und Titelseiten auf unserem Pinterest-Board:

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Hochzeitszeitung drucken lassen

Ihr habt drei Möglichkeiten:

  • Online-Druckerei: günstig ab mittleren Auflagen und mit großer Auswahl an Papier und Formaten, dafür mit Lieferzeit.
  • Copyshop vor Ort: schnell und flexibel, ideal für kleinere Auflagen und Last-Minute-Änderungen.
  • Zu Hause drucken: bei kleiner Auflage am günstigsten, dafür mehr Aufwand beim Falten und Binden.

Damit beim Druck nichts schiefgeht:

  • Druckdaten: als PDF exportieren, Fotos mit mindestens 300 dpi verwenden und rundum etwa 3 mm Beschnitt anlegen.
  • Seitenzahl: Bei Klammerheftung muss die Seitenzahl durch vier teilbar sein – also 8, 12, 16 oder 20 Seiten.
  • Papier: Leichtes, ungestrichenes Papier wirkt wie eine echte Zeitung, mattes Bilderdruckpapier lässt Fotos strahlen.
  • Zeitpuffer: Bestellt spätestens drei bis vier Wochen vor der Hochzeit, damit Zeit für einen Probedruck bleibt.
  • Auflage: etwa ein Exemplar pro Paar oder Familie, dazu ein paar Exemplare für das Brautpaar und als Reserve.

Tipps für eine gelungene Hochzeitszeitung

  • Einheitliches Layout mit höchstens zwei bis drei Schriften und Farben passend zur Hochzeitspapeterie.
  • Viele Fotos, kurze Texte: Die Gäste blättern die Zeitung meist während der Feier durch.
  • Bildrechte beachten: Fotos von Fotografinnen und Fotografen nur mit deren Erlaubnis verwenden.
  • Humor mit Taktgefühl – keine Geschichten, die das Brautpaar oder Gäste bloßstellen.
  • Auch das Brautpaar selbst kann eine Zeitung gestalten: als Erinnerung, die man wie ein Fotoalbum immer wieder durchblättert.

Häufige Fragen zum Erstellen einer Hochzeitszeitung

Mit welchem Programm erstellt man eine Hochzeitszeitung?

Am einfachsten mit dem Online-Editor einer Papeterie-Druckerei oder mit Canva. Auch Word oder Pages funktionieren, für Profis eignen sich InDesign oder Affinity Publisher.

Was kostet es, eine Hochzeitszeitung drucken zu lassen?

Das hängt von Auflage, Seitenzahl, Format und Papier ab. Je mehr Exemplare ihr bestellt, desto günstiger wird das einzelne Heft. Holt am besten zwei, drei Angebote ein.

Wann muss die Hochzeitszeitung in den Druck?

Spätestens drei bis vier Wochen vor der Hochzeit, damit Lieferung und ein möglicher Probedruck Platz haben.

Welches Format eignet sich für eine Hochzeitszeitung?

A4 ist am gängigsten, A5 wirkt handlich wie ein Magazin. Für den echten Zeitungs-Look drucken manche Druckereien auch im großen Zeitungsformat.

Wie viele Exemplare braucht man?

Etwa ein Exemplar pro Paar oder Familie plus einige Extra-Exemplare für das Brautpaar.

Fotos: Herzflimmern

Zuletzt aktualisiert am 02.11.2026