Mit oder ohne Schleier? Vielleicht doch eine Schleppe?

Die Frage nach dem mit, ohne oder doch alles!

Kennt ihr das?

Als ihr 6 Jahre alt wart und Cinderella, die Schöne und das Biest geschaut und mit Barbie und Ken „Hochzeit“ gespielt habt? Bei mir kam da noch Sissi dazu. Ich habe mir vorgestellt, wie meine Hochzeit aussehen würde, mit einem richtigen Prinzessinnen-Kleid, einem Diadem, wunderschönem glitzerndem Schmuck, hochgesteckte Haare, einer meterlangen Schleppe und einem Schleier, der mir und allen anderen den Atem rauben würde und mein Spiegelbild, mich mir sagen lässt: „Du bist wunderschön!“ – eine traumhafte Hochzeit als Prinzessin.

Mittlerweile sind mehrere Jahre vergangen, meine Vorstellung meiner eigenen Hochzeit hat sich immer wieder verändert. Hier kann ich noch nicht verraten, wie meine Vorstellung im Detail aussieht, aber auf jeden Fall scheint diese anders zu sein, als viele erwarten. Der Bräutigam und ich haben einen anderen Geschmack – Ja, irgendwie anders. Es wird sicher ein paar Bilder nach der Hochzeit geben, so dass ihr euch ein Bild davon machen könnt.

Daher auch die Frage nach dem Schleier – ein Schleier ist nicht einfach nur ein Schleier.

Es gibt so viele Arten und Möglichkeiten. Je nach Kleid, dem Schnitt, dem Stoff und dem eigenen Geschmack. Als ich im Brautmodengeschäft nach dem Schleier gefragt wurde, brachte mir die nette Dame einen langen Schleier – nennt man auch Kathedralen Schleier. Er war sehr schön, so lang und verlieh mir einen Hauch des Gefühls eine Prinzessin zu sein. Einen kurzen Schleier mit einem Satinrand gab sie mir zum Vergleich, dieser hat mir auch ganz gut gefallen. Ich war an dem Abend ein wenig überfordert, ich hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem Thema Schleier auseinandergesetzt. Ich wusste gar nicht, was ich will.

Foto: Carina Engle Fotografie, Berchtesgaden

Der erste Schritt wird ohnehin mit dem Kleid gemacht. Je nach Farbton, sollte auch der Schleier gewählt werden. Ich habe schon Bilder von Hochzeiten gesehen, da hat man den Unterschied gesehen. Das Kleid war cremeweiß und der Schleier reines weiß. Bei der Portraitaufnahme hat man das dann leider gesehen. Ich möchte das Risiko nicht eingehen. So schön der Schleier dann auch sein mag. Achtet bitte darauf!

Punkte, die ihr euch vorab überlegen solltet:

- Lang oder kurz?

- Wenn lang, wie lang?

- Möchtet ihr zwei Schleier? Evtl. einen Gesichtsschleier mit einem bodenlangen Schleier kombinieren?

- Sollte es ein Spitzenrand, Satinrand oder ein klassischer Rand sein?

- Möchtet ihr einen Haarkamm dabei haben oder möchtet ihr den Schleier mit Haarnadeln fest machen?

Lasst euch beraten. Unabhängig davon, ob Ihr den Schleier im Brautmodengeschäft kauft oder vielleicht doch einen Schleier privat erwerben möchtet, lasst euch beim Zubehörtermin im Detail beraten und schaut euch alle möglichen Varianten an. Vielleicht auch schon vorab online was euch zusagt und was gut zu eurem Frisurwunsch passt. Letztendlich muss man sich da nach seinem eigenen Gefühl richten. Nutzt, wie so oft, auch hier wieder Mama Google und Tante Pinterest. So verschafft ihr euch vorab einen guten Überblick über die Möglichkeiten. Mein Schleier ist wie mein Kleid, irgendwie anders.

Kleiner Tipp zum Schluss: Schaut Euch mal die Geschichte des Brautschleiers bei Wikipedia an, das finde ich als kleinen Einblick echt interessant. 

Beitragsbild: Sophie Häusler Photography (und Aschaaa Photography)

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