Ehering: Bedeutung, Geschichte und welches Material zu euch passt

Accessoires für die HochzeitSissivon Sissi am 04.11.2026Gastbeitrag

Was der Ehering symbolisiert, seit wann es ihn gibt, warum er am Ringfinger sitzt und an welcher Hand, dazu Gold, Platin, Silber, Edelstahl, Titan und Carbon im Vergleich und Tipps für den Kauf.

Julia Ryaz

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Der Ehering ist das Symbol für die Verbindung zweier Menschen: Der Kreis ohne Anfang und Ende steht für ewige Liebe und Treue. Schon die alten Ägypter und Römer trugen ihn am Ringfinger, weil sie glaubten, von dort führe eine Ader direkt zum Herzen. In Deutschland und Österreich sitzt der Ehering heute an der rechten Hand. Beim Material habt ihr die Wahl zwischen Gold, Platin, Silber, Edelstahl, Titan oder Carbon, entscheidend sind euer Stil, euer Alltag und euer Budget.

Eheringe auf einen Blick

  • Symbol: Der Kreis ohne Anfang und Ende steht für ewige Liebe und Treue.
  • Geschichte: Ägypter und Römer trugen den Ring am linken Ringfinger, seit dem 13. Jahrhundert gehört er fest zur kirchlichen Trauung.
  • Männer: Dass nur die Frau einen Ring bekam, hielt sich vielerorts bis ins 20. Jahrhundert.
  • Hand: In Deutschland und Österreich rechts, in der Schweiz, in Italien und den meisten anderen westlichen Ländern links.
  • Ringfinger: Der Finger heißt so, weil an ihm Ringe getragen werden, nicht umgekehrt.
  • Material: Gold, Platin, Silber, Edelstahl, Titan oder Carbon, jedes mit eigenen Vor- und Nachteilen.

Was bedeutet der Ehering?

Ringe als Zeichen der Ehe gibt es schon seit der Antike. Sie symbolisieren ewige Liebe und Treue, denn ein Kreis hat weder Anfang noch Ende. Heute sind Eheringe das Symbol für die Zusammengehörigkeit zweier Menschen, und das Anstecken der Ringe ist einer der emotionalsten Momente der ganzen Hochzeit. Wie bei allen persönlichen Details eurer Hochzeit solltet ihr euch für die Auswahl deshalb viel Zeit nehmen. Schließlich sollen euch die Ringe noch in vielen Jahren an den schönsten Tag in eurem Leben erinnern.

Seit wann gibt es Eheringe?

Schon die alten Ägypter und Römer trugen einen Trauring. Im antiken Rom bekam allerdings nur die Frau einen Ehe- oder Verlobungsring, meist aus Eisen, und er galt auch als Bestätigung für die erhaltene Mitgift. In der christlichen Kirche hat der Ring spätestens seit Papst Nikolaus I. um das Jahr 850 eine sakrale Bedeutung, und seit dem 13. Jahrhundert gehört er fest zur kirchlichen Trauung.

Dass nur die Frau einen Ring trägt, als Zeichen, dass sie vergeben ist, hielt sich je nach Kultur und Gesellschaftsschicht bis weit ins 20. Jahrhundert. Heute stecken sich beide Partner gegenseitig ihre Ringe an, meist zwei gleiche oder aufeinander abgestimmte Modelle.

An welcher Hand trägt man den Ehering?

Im alten Rom wurde der Ehering am vierten Finger der linken Hand getragen. Der Grund dafür war der Glaube an eine Ader, die von diesem Finger direkt zum Herzen führt, die sogenannte Vena amoris. Medizinisch stimmt das zwar nicht, schön ist die Vorstellung aber trotzdem.

In Deutschland und Österreich tragen Paare den Ehering heute an der rechten Hand, den Verlobungsring vorher meist an der linken. Warum, ist nicht eindeutig geklärt. Eine häufige Erklärung kommt aus der christlichen Tradition: In der Bibel steht die rechte Seite für das Gute, und mit der rechten Hand wird bis heute geschworen. Rechts sitzt der Ehering zum Beispiel auch in Polen, Norwegen und Bulgarien, in der Schweiz, in Italien und in den meisten anderen westlichen Ländern dagegen links. Einen Überblick nach Ländern findet ihr bei den Eheringen rund um die Welt.

Warum heißt der Ringfinger Ringfinger?

Immer schon war es der vierte Finger, an den der Ring gesteckt wurde. Und erst durch das Tragen von Ringen an diesem Finger erhielt er seinen Namen, nicht umgekehrt. Der Ringfinger ist im Vergleich zu den anderen Fingern nur eingeschränkt beweglich und hilft vor allem gemeinsam mit seinen Nachbarn beim Greifen. Viele sehen darin ein schönes Symbol: Nur gemeinsam sind wir stark.

Bräutigam im cremefarbenen Anzug mit rosa Fliege und Einstecktuch hält die Hand der Braut mit Ring

Andras Rabloczky

Welches Material passt zu euren Eheringen?

Die Qual der Wahl beginnt beim Material. Ob ihr euch für Gold, Platin, Silber, Edelstahl, Titan oder Carbon entscheidet, ist in erster Linie Geschmackssache. Es geht aber auch um Langlebigkeit, denn eure Ringe begleiten euch jeden Tag.

  • Gold: der Klassiker, in Gelb-, Rot- oder Weißgold. Reines Gold ist sehr weich, deshalb bestehen Eheringe aus Legierungen. Die Zahl nennt den Goldanteil in Tausendsteln, 585er Gold enthält also 58,5 Prozent Gold. Mehr Gold bedeutet eine sattere Farbe und mehr Wert, aber meist auch ein weicheres Metall. 333er Gold ist günstiger, läuft aber schneller an, 585er Gold ist die am weitesten verbreitete Schmucklegierung. Weißgold wird oft rhodiniert, diese Schicht nutzt sich mit der Zeit ab und lässt sich beim Juwelier erneuern. Warum so viele Paare bei Gold bleiben, lest ihr bei den Eheringen aus Gold.
  • Platin: sehr robust, von Natur aus weiß und gut verträglich. Platinringe sind schwer und gehören meist zu den teureren Modellen. Mit der Zeit bekommen sie eine matte Patina, die sich wegpolieren lässt.
  • Silber: günstig und hell, aber weich und es läuft mit der Zeit an.
  • Edelstahl: günstig, robust und pflegeleicht, lässt sich aber kaum in der Größe ändern.
  • Titan: sehr leicht, robust und gut verträglich, auch hier ist eine spätere Größenänderung schwierig.
  • Carbon: Die Verbindung von Kohlenstofffasern und Epoxidharz ist federleicht, angenehm zu tragen und pflegeleicht. Carbonringe sind noch nicht so weit verbreitet und deshalb etwas Besonderes, lassen sich aber nicht weiten oder verkleinern.

Wichtig ist, dass sowohl das Material als auch das Design der Ringe zu eurem persönlichen Stil passen. Einen Überblick über Ringformen, Steine und Gravuren gibt es bei den Eheringen.

Worauf solltet ihr beim Kauf der Eheringe achten?

  • Anprobieren: Probiert die Ringe mehrmals und zu unterschiedlichen Tageszeiten an, denn Finger schwellen bei Wärme und im Lauf des Tages etwas an.
  • Alltag: Wer viel mit den Händen arbeitet oder Sport macht, wählt ein robustes Material und eine glatte Form ohne hohe Steinfassung.
  • Gleich oder verschieden: Eure Ringe müssen nicht identisch sein, beliebt sind dieselbe Linie in unterschiedlichen Breiten.
  • Gravur: Euer Datum, eure Namen oder ein kurzer Satz innen im Ring machen ihn ganz persönlich.
  • Zeit: Für Anfertigung und Gravur solltet ihr einige Wochen einplanen, vor allem bei Ringen nach Maß.
Bräutigam in hellgrauer Weste mit gelber Ansteckblume zeigt seinen Ehering neben der Hand der Braut, Männer in beigen Anzügen und eine lachende Frau schauen zu

Julia Ryaz

Häufige Fragen zu Eheringen

Was symbolisiert der Ehering?

Der Ring hat weder Anfang noch Ende und steht deshalb für ewige Liebe und Treue. Er zeigt, dass zwei Menschen zusammengehören.

Seit wann gibt es Eheringe?

Seit der Antike: Schon Ägypter und Römer trugen Trauringe am Ringfinger. In der christlichen Kirche hat der Ring spätestens seit dem 9. Jahrhundert eine sakrale Bedeutung und gehört seit dem 13. Jahrhundert fest zur Trauung.

Warum trägt man den Ehering in Deutschland rechts?

Das ist nicht eindeutig geklärt. Oft wird die christliche Tradition genannt, in der die rechte Seite für das Gute steht. Den Verlobungsring tragen viele vor der Hochzeit links.

Welches Material ist für Eheringe am besten?

Das hängt von eurem Stil, eurem Alltag und eurem Budget ab. Gold ist der Klassiker, Platin besonders langlebig, Titan und Edelstahl sind robust und günstiger, Carbon ist besonders leicht. Titan, Edelstahl und Carbon lassen sich aber kaum in der Größe ändern.

Mehr zum großen Moment lest ihr bei der Trauung und beim Ringkissen.

Fotos: Julia Ryaz (Beitragsbild), Andras Rabloczky

Dieser Beitrag entstand 2022 in Kooperation mit Sorgers.

Transparenzhinweis: mit KI überarbeitet und korrigiert

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026