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Die Hochzeitsreise – So bleibt sie euch positiv im Gedächtnis

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von Johann am 02.10.2020

Die meisten Frischverheirateten nutzen ihre Flitterwochen, um in Urlaub zu fahren oder zu fliegen und so den Start ins gemeinsame Eheleben auf besondere und bewusste Weise zu genießen. Die gut überdachte Wahl des für beide passenden Reiseziels ist sicher der erste richtige Schritt für eine erfolgreiche Hochzeitsreise. Ein solches Reiseziel zu finden, ist aber oft schon gar nicht so leicht. Denn die Flitterwochen sollen ja etwas Besonderes werden. Und natürlich hört es beim Reiseziel nicht auf – auch andere Dinge müssen bedacht und geplant werden. Wir erklären, wie die Hochzeitsreise gelingt und wie Braut und Bräutigam sich noch lange positiv daran erinnern.

 

Eine gute Planung ist das A und O

 

Das Wichtigste, was zur Planung der Hochzeitsreise gesagt werden kann, ist: Das Brautpaar sollte sich so früh wie möglich Gedanken zur Reise machen und recherchieren. Je früher nach Unterkünften am gewünschten Reiseziel und nach Anreisemöglichkeiten gesucht wird, desto größer sind die Chancen, für den gewünschtem Zeitraum genau die passenden Angebote zu finden. Dieser Tipp ist so simpel, wie essenziell. Leider haben Brautpaare meistens rund um die Hochzeit so viel zu tun, dass sie die Reiseplanung vernachlässigen. Spontaneität bei Frischverheirateten ist eine großartige Sache, was die Hochzeitsreise anbelangt kann sie einem aber schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Auch ist genau auf das Budget zu achten, das für die Hochzeitsreise zur Verfügung steht. Wir empfehlen: Nicht die allerluxuriöseste Unterkunft nehmen, sondern etwas Geld aufheben, das spontan zur Verfügung steht. Hier sind eben Spontaneität und Flexibilität doch praktisch. Denn es kann immer sein, dass am Reiseort Dinge entdeckt werden, die das Budget belasten, die das Brautpaar aber vielleicht unbedingt machen möchte. Das kann ein besonderer Ausflug mit einem Boot oder ein Helikopterflug, es kann aber auch einfach ein Abendessen in einem tollen und gehobenen Restaurant sein. Der Budget-Puffer ist also ebenfalls ein wichtiger Punkt.

 

Neben organisatorischen Dingen, wie dem Kontrollieren der Reisepässe und dem Einholen von Informationen zu eventuell nötigen Impfungen, Visa, Reise- und Sicherheitshinweisen und Ähnlichem, ist noch eine ganz andere Sache nicht zu vergessen. Bei der Buchung der Hochzeitsreise muss unbedingt die im Rahmen der Hochzeit womöglich stattgefundene Namensänderung einkalkuliert werden. Hier ist vor allem entscheidend, dass der Name auf dem Reisepass und dem Personalausweis mit dem Namen auf der Bordkarte oder anderen Buchungsbelegen übereinstimmt. Bestenfalls ändert man auch Führerschein und Bankkarten entsprechend ab.

 

juffing flittertage honeymoon

Keinen gewöhnlichen Urlaub machen

 

Damit die Hochzeitsreise nicht nur positiv, sondern überhaupt im Gedächtnis bleibt, sollte sie etwas Besonderes sein. Viele Brautpaare neigen dazu, die Flitterwochen zu einem reinen Erholungsurlaub zu machen. Das Motto lautet dann vielleicht „Hauptsache ans Meer“ oder „Hauptsache wir müssen nichts machen“. Sicherlich spricht nichts dagegen, nach dem Hochzeitsstress endlich auch einmal die Füße am Strand hochlegen zu können. Ein solcher reiner Erholungsurlaub lässt sich aber jederzeit und immer wieder machen. Die Hochzeitsreise dagegen macht man ein einziges Mal zusammen und dann nie wieder. Deshalb ist es besser, sich etwas vorzunehmen, was man eben nicht alljährlich unternimmt.

 

riva del garda

Denn das Rumliegen am Strand und das Nichtstun sind keine Erlebnisse, die in irgendeiner Form weiter zusammenschweißen oder für bleibende Erinnerungen sorgen. Gemeinsame Erlebnisse hingegen, bei denen neue Erfahrungen gesammelt werden und gemeinsam vielleicht auch Grenzen ausgetestet oder das Bewusstsein in irgendeiner Form erweitert wird, wirken oft noch Jahre oder gar Jahrzehnte lang nach.

 

Unten gehts weiter

Besonders schön sind für Frischverheiratete Reisen, bei denen viel Zeit füreinander bleibt und eine Fokussierung auf das Wesentliche stattfinden kann. Das ist etwa der Fall bei naturnahen Reisen, die in kleinen Gruppen oder besser noch als Individualreise stattfinden können. Hier kommt man gemeinsam ganz von selbst zur Ruhe und entspannt auf eine oftmals noch viel tiefere Art und Weise als auf der Liege am vielleicht sowieso überlaufenen Strand. Es gibt diverse, ganz verschiedene Varianten solcher Reisen in vielleicht noch völlig unbekannter Natur.

 

EisernehochzeitFoto: Herzflimmern

Das kann beispielsweise eine Rundreise über Sri Lanka sein, wo abseits der üblichen touristischen Pfade die Sehenswürdigkeiten der Insel kennengelernt und antike Städte besucht werden. Es kann aber auch eine Rundreise in Botswana sein, bei der ein oder zwei Wochen lang mit dem eigenen Jeep eine Safari durch wilde Natur unternommen wird. Hier lassen sich der Chobe Nationalpark, die Vicotoriafälle und etliche andere Highlights des Landes erkunden. Es bietet sich etwa in Botswana aber auch eine Kombination aus Kanutour und Wandertrip oder Ähnlichem an – hier sind die Möglichkeiten für individuelle Vorlieben zahlreich. Ein praktischer Zusatzeffekt aller Reisen, bei denen man sich viel in der Natur bewegt: In der Regel halten sich die Begegnungen mit anderen Urlauber*innen hier in Grenzen. Das Nur-zu-zweit-sein ist für junge Brautpaare einfach am schönsten.

 

Zeit nur füreinander nehmen

 

Wenn sich Frischverheiratete auf ihrer Hochzeitsreise von Menschenmassen, wildem Verkehr und dem Stress fernhalten, der schon im Alltag immer herrscht, kommen sie viel schneller zur Ruhe. Manchmal nämlich dauert es einige Tage, bis überhaupt erst das Urlaubsgefühl aufkommt. Kaum hat man sich versehen, ist die Hochzeitsreise dann schon wieder vorbei. Es gilt daher: In den Flitterwochen konsequent Abstand nehmen von allem, was einen ablenkt, belastet oder unter Stress setzt.

 

Es ist in Ordnung, einmal an gar nichts anderes denken zu müssen als an sich selbst und das Glück des Frischverheiratet-Seins. Verantwortung abgeben und sich Zeit nur füreinander nehmen können – das fällt vielen Menschen auch in den Flitterwochen schwer. Aber warum eigentlich?

 

Das hat ähnliche Gründe, wie die Tatsache, dass viele Menschen am Anfang des Urlaubs häufig kränkeln oder gar ein paar Tage flachliegen. Körper und Geist sind es im Arbeitsalltag gewohnt, immer zu funktionieren. Krankheit ist hier fehl am Platz, da dann keine Leistung mehr erbracht werden kann. Deshalb unterdrückt der Körper oft das Bedürfnis, einfach zu streiken und sich eine Erholungsauszeit zu nehmen. Im Urlaub merkt er dann: Jetzt kann diese Pause stattfinden. Gerade der psychische Stress lässt einen aber oft auch nach einigen Urlaubstagen noch nicht los.

 

Ein wichtiger und entscheidender Tipp allerdings ist es, sich gemeinsam eine digitale Auszeit zu nehmen. Gerade der Nachrichten- und E-Mailverkehr und die ständige digitale Verfügbarkeit erzeugen ganz automatisch ein Gefühl des ständigen Gefordertseins und Funktionieren-Müssens. Bleiben Smartphone, Computer und Tablet aber einfach mal ein paar Tage ausgeschaltet, fährt man ganz von allein runter und kann sich auch als Paar noch einmal ganz anders aufeinander einlassen.

 

feuer hochzeit

Die Romantik nicht vergessen

 

Was wäre eine Hochzeitsreise ohne ein bisschen Romantik? Sicherlich keine, die dem Brautpaar ewig als angemessene, erste Zweisamkeit direkt nach dem Versprechen auf Lebenszeit im Gedächtnis bleiben würde. Ein paar Dinge, die vielleicht eigentlich als kitschig oder überflüssig betrachtet werden, kann man sich schon einmal erlauben. Meistens ist es nämlich so, dass selbst die klischeehaftesten romantischen Unternehmungen und Ideen am Ende doch ganz schön sind. Vor allem, weil man sie ja eben zu zweit erlebt und gerade hierbei so sehr wie sonst kaum nur Miteinander und füreinander da ist.

 

Das romantische Dinner oder Picknick am Strand mit einer Decke und bei Kerzenschein, eine private Bootsfahrt oder Nachtspaziergänge durch gemütliche Dörfchen oder an Strandpromenaden entlang – all diese Dinge sind es wert, in den Flitterwochen unternommen zu werden. Wenn nicht jetzt, wann dann? Romantisch ist aber letzten Endes natürlich auch, was das Brautpaar als romantisch betrachtet. Wenn genannte Dinge so wirklich gar nichts für einen sind, dann kann ja auch gemeinsam ein Berg bestiegen, eine Nacht unter freiem Himmel in der Wildnis verbracht oder im Sommerregen getanzt werden, bis man völlig durchnässt ist – der gemeinsamen romantischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt!