Trauzeugen

×

Trauzeugen - Wozu braucht man die und was sind ihre Aufgaben?

Trauzeugen sind von unschätzbarem Wert. Während sie bei der evangelischen Trauung keine Pflicht sind, sieht die katholische Kirche zwei Trauzeugen vor. Welche Bereicherung sie für das Brautpaar darstellen, erfahrt ihr hier.

Die Geschichte der Tradition

Die Bedeutung der Trauzeugen war insbesondere im Mittelalter maßgeblich: In Zeiten des Krieges sollte die Eheschließung von weiteren Personen bezeugt werden, da Dokumente oft vom Kriegsgeschehen vernichtet wurden. Diese Tradition hat sich bis heute bewährt, auch wenn die Notwendigkeit in der Form nicht mehr besteht. Allerdings waren sie noch bis 1998 bei standesamtlichen Trauungen Pflicht. Die Voraussetzung in der katholischen Kirche ist, dass die Trauzeugen das 14. Lebensjahr vollendet haben und dem christlichen Glauben angehören. 

Die Aufgaben der Trauzeugen

Die Trauzeugen planen für gewöhnlich den Junggesellenabschied. Es beginnt mit der Überlegung, welche Art dieser Feier zu der Braut bzw. dem Bräutigam passt. Folgende Überlegungen sind relevant:

  • Was wollte sie/er schon immer mal machen?
  • Wie ist das organisatorisch umsetzbar?
  • Welche Kosten kommen auf die Beteiligten zu?

Hierzu werden am besten alle in den Junggesellenabschied involvierte Personen zusammengetrommelt, um gemeinsam Ideen zu sammeln und den Ablauf aufeinander abzustimmen.

Auch Hochzeitsvorbereitungen wie die Gestaltung der Einladungskarten, Hilfe bei der Dekoration, die Suche nach einem DJ oder die Veranlassung eines Buffets werden zur Entlastung des Brautpaares gerne in die Hände der Trauzeugen gelegt. Zudem bieten sich die Trauzeugen als Ansprechpartner für die Gäste an, wenn es beispielsweise um die Geschenke oder allgemeine Fragen geht. 

Bei der Hochzeitsgarderobe ist die Hilfe der Trauzeugen genauso entscheidend: Das gemeinsame Aussuchen des Brautkleides sowie des Anzuges macht nicht nur Spaß und sorgt für weitere Erinnerungen an die Hochzeit, es kann auch eine wertvolle Unterstützung sein. Hierbei ist es sinnvoll, wenn beide Trauzeugen ein Auge darauf haben, wie die Garderobe des jeweiligen Partners aussieht. So wird sichergestellt, dass Braut und Bräutigam miteinander harmonieren.

Am Programm der Hochzeitsfeier sind die Trauzeugen ebenfalls beteiligt. Sie denken sich Aktivitäten oder schöne Gesten für diesen besonderen Tag aus. Dabei kann es sich um Spiele handeln, in die Gäste und Brautpaar gleichermaßen involviert sind. Eine weitere Variante: Das getraute Paar stellt sich zu zweit den gewünschten Herausforderungen. Beliebte Spiele aus vergangenen Feiern findet ihr hier im Blogpost.

Ideen für die Trauzeugen

Am Hochzeitstag bietet es sich für das Brautpaar an, einen Chauffeur zu haben. Das kann auch die Aufgabe eines Trauzeugen sein. Da dieser ohnehin unmittelbar vor der Hochzeit an der Seite der Braut bzw. des Bräutigams sein sollte, ist das gut zu vereinbaren. Während der Trauung kümmert sich die Trauzeugin um den Brautstrauß, während der Trauzeuge die Ringe anreicht. Die Eheschließung wird von beiden Trauzeugen mit einer Unterschrift bestätigt. Hierbei darf der Personalausweis nicht fehlen. Zu guter Letzt kann das Verfassen und Vortragen von Hochzeitsfürbitten bei einer kirchlichen Trauung zu den Pflichten eines Trauzeugen gehören. Im Christentum ist es gang und gäbe, seine Mitmenschen mit ins Gebet zu nehmen. Dies geschieht mit den sogenannten Fürbitten. Mit einer Hochzeitsfürbitte wird für das zukünftige Ehepaar gebetet.

Wie ihr seht, gibt es eine Menge rund um die Hochzeit zu planen. Alleine ist das für die zukünftigen Ehepartner kaum zu bewältigen. Trauzeugen sind demnach nicht nur für die Bestätigung der Trauung wichtig – sie erweisen sich als wahre Goldschätze für Braut und Bräutigam.

Finde mehr Blog Beiträge

Mehr