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Bräutigam: Was „Mann“ so zur eigenen Hochzeit trägt

von Sissi am 13.11.2018

Styleguide für den Bräutigam: Was trägt „Mann“ zur eigenen Hochzeit?

Titelfoto: Pixabay // ANURAG1112

Viele Bräute träumen schon in Kindheitstagen von ihrem perfekten Brautkleid und nach dem Antrag dauert es meist nicht lange, bis sie erste Brautläden auf der Suche nach ihrem Traumkleid abklappern. Als Bräutigam ist das bei Ihnen wahrscheinlich eher nicht der Fall. Männer, die nicht allzu modebegeistert sind, haben sich oft noch nie Gedanken um ihr Hochzeitsoutfit gemacht und stehen nun vor der schwierigen Qual der Wahl. Unser Styleguide hilft Ihnen weiter!

Ein klassischer Anzug ist kein „Muss“,…

…sondern ein „Kann“. Im Regelfall tritt der Bräutigam in einem schwarzen oder dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und passender Krawatte vor den Traualter. Einige Männer wählen zudem eine Weste oder die exotischere Fliege anstelle der Krawatte. Dazu elegante Lederschuhe und fertig ist der perfekte Look, oder? Jein! Falsch machen sie mit einem solch klassischen Outfit garantiert nichts. So richtig individuell oder kreativ wirkt es allerdings auch nicht. Obwohl die Braut mit ihrem Kleid bei der Hochzeit natürlich im Mittelpunkt steht, möchten immer mehr Herren ebenfalls einen ganz besonderen Auftritt hinlegen. Schließlich wird der Look auf zahlreichen Fotos für die Nachwelt festgehalten und soll bei den Gästen sowie bei der Auserwählten einen „Wow-Effekt“ hervorrufen. Aus diesem Grund entscheiden sich mehr und mehr Männer mittlerweile für etwas ausgefallenere Varianten des klassischen Hochzeitsanzugs – oder sogar gänzlich gegen den Anzug.

Quelle: Pixabay // Free-Photos

Kreative Alternativen für den „stylishen“ Mann

Kleidung ist schließlich eine Möglichkeit, seine Individualität auszudrücken und die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Sei es die Anzughose mit Hemd und Hosenträgern, der graue Anzug mit Sneakers, die „Hochwasserhose“ mit Wollsocken im nerdigen Stil oder die Lederhose in traditioneller Tracht: Die Möglichkeiten, als Bräutigam einen extravaganten Auftritt hinzulegen, sind vielfältig. In erster Linie müssen Sie sich wohlfühlen, das ist das Wichtigste! Mindestens ebenso wichtig ist aber auch, das Outfit mit der Braut sowie der Hochzeit im Allgemeinen abzustimmen. Schließlich muss sich ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Es wäre doch irgendwie seltsam, wenn die Hochzeit klassisch in der Kirche mit einer Braut im weißen Prinzessinnenkleid stattfindet – und der Bräutigam in Lederhosen, im Mittelalteroutfit oder mit Jeans und T-Shirt erscheint. Heiraten Sie hingegen am Strand und die Frau trägt nur ein rotes Minikleid mit Bikini darunter, wären Sie im klassischen schwarzen Hochzeitsanzug ziemlich „overdressed“. Beachten Sie allerdings diese beiden Grundregeln, können Sie Ihrer Kreativität auch als Bräutigam freien Lauf lassen und eigentlich kaum etwas falsch machen.

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Authentizität vs. Festlichkeit: Wo liegen die Grenzen?

 Sich wohlfühlen – das ist also Ihr Motto für den großen Tag. Dennoch sollten Sie nicht aus den Augen verlieren, dass es sich um einen besonderen und (hoffentlich) einzigartigen Anlass in Ihrem Leben handelt. Sie sollten dem Hochzeitstag also etwas Respekt zollen und Ihr Outfit an die Festlichkeit anpassen. Wie festlich oder leger es schlussendlich wirklich sein soll, hängt – wie bereits erwähnt – auch vom Outfit der Braut, der Location, dem Tagesablauf und vielen weiteren Faktoren ab. Als Faustregel gilt jedoch: Lieber sind Sie etwas zu schick gekleidet also etwas zu nachlässig. Wählen Sie also die schickste Kleidung, in welcher Sie sich gerade noch rundum wohlfühlen. Mit dieser Herangehensweise finden Sie gewiss das für sich perfekte Hochzeitsoutfit.

Gepflegtes Auftreten ist das A und O

So oder so, sollten Sie niemals ungepflegt auftreten. Vielleicht sind Sie nervös oder Sie heiraten an einem heißen Sommertag in schwarzem Anzug und sind deshalb etwas verschwitzt – das ist vollkommen normal und lässt sich meist spätestens beim Tanzen am Abend nicht mehr verhindern. Wichtig ist aber, dass Sie trotzdem zuvor noch einmal duschen, Ihre Haare gewaschen und richtig gestylt sowie die Barthaare gestutzt sind. Deo, Parfüm, Haarspray oder -gel sowie ein Elektrorasierer gehören deshalb für jeden Bräutigam zur absoluten Grundausstattung am großen Tag.

outfit für den bräutigam hochzeit Quelle: Pixabay // Pexels

Professionelle Beratung ist Gold wert

Wer sich also modisch an etwas Extravaganteres als den klassischen Anzug heranwagen möchte, dennoch aber nicht stilsicher genug fühlt, um das Outfit gänzlich selbst auszusuchen, für den ist professionelle Beratung Gold wert. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile nicht mehr nur Läden für Brautkleider, sondern auch spezialisierte Shops für Hochzeitsanzüge & Co. Die Berater können oft besser abschätzen, welcher Look wirklich zu Ihnen und der Hochzeitsfeier passt – und welcher eher nicht. Zudem kann die Braut ihnen unter Umständen ein Bild ihres Kleides zeigen, welches der Bräutigam bekanntlich nicht vor dem Tag der Tage sehen sollte. So wird sichergestellt, dass beide Outfits schlussendlich auch zusammenpassen.

Manchmal hat der Bräutigam auch ziemlich genaue Vorstellungen von seinem Look am Hochzeitstag – doch sobald er ihn tatsächlich anprobiert und im Spiegel sieht, „funktioniert“ er plötzlich nicht wie gewünscht. Es ist daher wichtig, den Style vorab auszuprobieren und bestenfalls mit einem erfahrenen Berater abzuwandeln. So lange eben, bis er rundum perfekt ist…vom Hemd über die Accessoires bis hin zu den Schuhen. Wie bereits erwähnt, gibt es also nicht den einen „Styleguide“ für den Bräutigam. Die einen kommen eben lieber im hellblauen Anzug, die anderen in der schwarzen Jeans mit Sneakern und die Dritten im Schottenrock. Hauptsache, das Gesamtbild ist stimmig, die Braut glücklich und Sie fühlen sich wohl – dann haben Sie alles richtig gemacht!